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Forschungszentrum Jülich ist KoGa beigetreten

Das Forschungszentrum Jülich ist neuer Partner im Kompetenzzentrum Gartenbau (KoGa). Dies besiegelten die bisherigen Kooperationspartner - die Universität Bonn und das Land Rheinland-Pfalz - mit dem Forschungszentrum Jülich am 30. April bei einem Festakt auf dem Campus Klein-Altendorf bei Rheinbach, dem Standort des KoGa.

Durch den Eintritt des Forschungszentrums Jülich sieht sich das Kompetenzzentrum nun noch besser für die Zukunft gewappnet, heißt es in einer Presseinformation der Beteiligten. Neue Strategien zum Energiesparen in Gewächshäusern, nicht invasive Methoden zur Analyse von Wachstum, Stoffverteilung, Stress und Photosynthese sind als Bereiche genannt, in denen das Forschungszentrum weitreichende Fachkompetenz in der Grundlagenforschung und der Technologieentwicklung in die Kooperation einbringe.

Der Verbund vereint Grundlagenforschung und angewandtes Beratungs- und Versuchswesen des Gartenbaus unter einem Dach und stellt somit ein bundesweit bisher einmaliges Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis dar.

Auf dem Campus Klein-Altendorf bei Rheinbach werden derzeit auf 25 Hektar Freilandversuchsfläche die Erkenntnisse der Grundlagenforscher unter praxisnahen Bedingungen geprüft und im Rahmen der staatlichen Beratung in die gartenbauliche Praxis übermittelt. Besonders der Obstbau stand dabei bisher im Mittelpunkt.

In einem Aufgabenfeld geht es darum, auch angesichts des globalen Klimawandels die Ernte trotz Dürreperioden und extremer Witterung einzufahren. Hierzu werde nicht nur die Anbau-Eignung neuer, wärmeliebender Obstarten und Sorten untersucht, sondern auch Bewässerungsfragen und neue Technologien für die Züchtung von Gemüse in Gewächshäusern erforscht.

Derzeit werden den Angaben zufolge moderne Glasbauten für diese Versuche erstellt. Die Glas-Folien-Kombination - bereits seit langem ein Thema gemeinsamer Untersuchungen der Partner - soll zum Beispiel mehr Licht zum Gemüse im Innern hindurch lassen und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich reduzieren. Ein Verfahren, das die Forscher bereits gemeinsam in der Praxis testen.