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Freilandrosen: Kälte führt zu Blindtrieben

Nach Hagelschäden 2008 und einem bereits strengen Winter im letzten Jahr scheint den deutschen Freilandrosenanbauern keine Erholungspause geg∫nnt zu sein. Das Ausmaß der lang anhaltenden Kälteperiode tritt in diesen Tagen zum Vorschein: "Durch den strengen Winter im letzten Jahr ist ein Großteil des Aufwuchses verfroren. Wir mussten die Rosen stark zurückschneiden. Nun ist es durch die tiefen Temperaturen erneut zu Frostschäden gekommen", so schildert Werner Ruland (Ruland-Rosen, Duisburg-Rahm) seine derzeitige Situation. "Der April und bisher auch der Mai waren einfach zu kalt. Die Blütenbildung blieb meist aus. Je nach Sorte weist der überwiegende Teil der Rosen zwar Laub, aber keine Blütenknospen, also nur Blindtriebe auf. Wir müssen jetzt wieder zurückschneiden", so Ruland weiter. Mitbewerbern aus dem Rheinland, Niederrhein und dem Frankfurter Raum gehe es ähnlich, überall seien die gleichen Schäden erkennbar. In Nord- und Süddeutschland sehe die Situation aufgrund des Klimas etwas positiver aus.

Der Freilandrosen-Spezialist aus Duisburg schätzt den Ausfall beim ersten Flor auf bis zu 70 Prozent. Finanzielle Einbußen ausgleichen zu können scheint schwierig. Dafür müsse der Handel einfach bereit sein, etwas höhere Preise zu bezahlen, um dem regionalen Gärtner das Überleben zu sichern.

Freilandrosen aus Deutschland haben einen besonderen Wert beim Kunden. Ruland rechnet damit, dass die ersten, echten Freilandrosen, die durchgekommen sind, ab dem 10. Juni blühen werden. Der Flor aus den jetzt herausgeschnittenen Blindtrieben würde erst in sechs bis acht Wochen zur Blüte kommen.