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Friedhofsgärtner-Junioren: erfolgreicher Perspektivwechsel in Grünberg

Mit dem demographischem Wandel und dessen Auswirkungen beschäftigten sich die Friedhofsgärtner-Junioren vom 12. bis 15. Dezember in der Bildungsstätte Gartenbau im hessischen Grünberg. Bereits zum 28. Mal kamen junge, jung gebliebene und angehende Unternehmer zusammen, um mit Abstand auf ihren Berufsalltag zu blicken, sich mit Kollegen auszutauschen und Strategien für die Zukunft zu entwerfen. Das Thema des Treffens lautete „Demographie – Risiken und Chancen für die Zukunft unserer Betriebe“. 

Die Teilnehmer besichtigten den Memoriam-Garten in Wetzlar. Foto: BdF

Eingangs erläuterte Dr. Winfried Kösters aus Bergheim anschaulich die Ursachen und Lehren des demographischen Wandels. Anschließend führte er durch eine intensive Diskussion ins Schwerpunktthema ein: Wie können sich Friedhofsgärtner auf den Wandel einstellen und welche Weichen sollten Betriebsinhaber in Bezug auf Mitarbeiter und Kundenentwicklung stellen?

Am nächsten Tag stand das eigene Erleben im Vordergrund. Wolfgang Moll zeigte den Teilnehmern anhand des Gerontologischen Testanzugs „GERT“ wie sich typische Einschränkungen älterer Menschen wie Eintrübung der Augenlinse, Einengung des Gesichtsfeldes, Hochtonschwerhörigkeit, Gelenkversteifung, Kraftverlust, Alterszittern sowie Einschränkung der Kopfbeweglichkeit, des Greifvermögens und des Koordinationsvermögens anfühlen. Jeder Teilnehmer konnte den Anzug testen und somit die Perspektive wechseln.

Besonders deutlich wurde dabei, dass die Einschränkungen bei jedem Menschen anders sind und unterschiedlich schnell eintreffen. Die Erfahrungen konnten die Teilnehmer anschließend in Arbeitsgruppen einsetzen. In diesen wurden Konzepte für die Betriebe angedacht, mit denen man sich auf die zukünftigen Anforderungen einstellen kann. Es wurde auch über die Entwicklung neuer Produkte der Friedhofsgärtner gesprochen. Jeder Teilnehmer kann nun im eigenen Betrieb die Ideen und Erfahrungen einbringen.

Ein Produkt, das auf die veränderte Friedhofskultur reagiert, ist der Memoriam-Garten. Iris Wolf stellte ihre Erfahrungen mit dem Memoriam-Garten in Grünberg vor. Am Samstag besichtigte die Gruppe den Memoriam-Garten in Wetzlar, geführt von Lüder Nobbmann. Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Konzept Memoriam-Garten in seiner vielfältigen Gestaltung zukunftsfähig ist.

Um Produkte und Leistungen anbieten zu können, bedarf es guter Mitarbeiter die auch langfristig im Unternehmen bleiben. Daher gab Professor Dr. Kai Sparke aus Geisenheim in seinem Part am dritten Seminartag einen Einblick ins Thema „Die Stimme der Belegschaft hören – Erfolgreiche Unternehmen durch zufriedene und loyale Mitarbeiter“. Dabei ging es auch darum, wie Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit verbessern können.

Das nächste Seminar ist unter dem neuen Namen „Grünberger Friedhofsgärtnertreffen“ vom 11. bis 14. Dezember 2013 geplant. (zvg/bdf)