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Erste Schritte zu einem "Netzwerk Pflanzensammlungen"

Ein "Netzwerk Pflanzensammlungen" will die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG) ins Leben rufen: Das beschloss das DGG-Präsidium unter der Leitung des Präsidenten Karl Zwermann Mitte März in Berlin, wo die DGG seit Januar ihren Sitz hat. Gemeinsam mit dem Deutschen Gartenbau-Museum (DGM) veranstaltet sie am 29. August 2009 in Erfurt ein Symposium, bei dem ersten Schritte überlegt werden sollen. Alle Pflanzen-Liebhaber-Gesellschaften, alle Pflanzen-Sammler und Pflanzenfreunde sollen dazu eingeladen werden. Der Hintergrund für diese Initiative, so meldet der Zentralverband Gartenbau: Es gibt eine Fülle privater Sammlungen, in denen Gärtner und Hobbygärtner unvorstellbare Schätze zusammen getragen haben, die nur wenigen bekannt sind. Diese Sammlungen stehen und fallen mit ihren Besitzern. Können die Eigentümer sie nicht mehr erhalten, sind sie in ihrer Existenz bedroht. Oft gehen sie dann spurlos unter. Manchmal hilft nur der Zufall, sie zu bewahren. In Großbritannien und den Niederlanden existieren schon seit Jahrzehnten Netzwerke, die sich um diese privaten Pflanzensammlungen kümmern. In Großbritannien werden durch das "National Council for the Conservation of Plants and Gardens - Plant Heritage" zurzeit 630 "National Plant Collections" gehütet. In den Niederlanden sind 93 "Nederlandse Plantencollecties" bei der "Koninklijke Vereniging voor Boskopse Culturen" registriert.

DGG und DGM wollen die Erfahrungen aus beiden Ländern nutzen, um gemeinsam mit allen Interessierten auch in Deutschland ein Netzwerk aufzubauen, um dieses kulturelle und genetische Erbe bewusst zu machen und zu sichern.