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Friedhofskultur: Gegen Anonymität auf Friedhöfen

Ende Juni trafen sich auf Initiative des Gartenbauverbandes Nord knapp 30 Vertreter der Friedhofsgewerbe aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern im Gartenbauzentrum Ellerhoop der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, um unter dem Motto "Brauchen wir in 30 Jahren noch Friedhöfe?" die Zukunft der Friedhofskultur zu diskutieren. Friedhofsgärtner, Steinmetze, Bestatter und Friedhofsverwalter wenden sich gegen den Trend der Anonymität auf Friedhöfen - so stellt der Gartenbauverband Nord in einer Pressemitteilung heraus. Die Gewerbe seien gegen ungepflegte, vernachlässigte Gräber sowie namenlose Ruhestätten, an denen es schwer falle, das innere Zwiegespräch mit dem Verstorbenen zu halten.

Jede Grabstätte stelle einen kleinen Garten dar. "Für diese Art der Friedhofskultur sind wir Deutschen bekannt", erklärte Helmut Barthels, Vorsitzender der Landesfachgruppe Friedhofsgärtner im Gartenbauverband Nord sowie der Friedhofsgärtner-Genossenschaft Hamburg eG. Mit besonderen Grabformen und zeitgemäßen Gestaltungen sowie gemeinsamen Kampagnen und Aktionen im Rahmen der Landesgartenschau Schleswig 2008 und am "Tag des Friedhofs" am 16. September 2007 wolle man neue Wege finden, um die Bevölkerung verstärkt für dieses Thema zu sensibilisieren.