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Gärtner Obstbau: Luft, Technik und Vitamine

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Gärtner der Fachrichtung Obstbau üben einen durch und durch gesunden Beruf aus. Schließlich stehen körperliche Arbeit an der frischen Luft und die Produktion von wichtigen Vitaminspendern auf dem Tagesplan. Wer sich entschieden hat, diesen Berufsweg einzuschlagen, kann sich auf einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Arbeitsalltag freuen, so wie Jan Hendrick Böckmann.

Jan Hendrick Böckmann hat seinen Traumjob als Gärtner für Obstbau gefunden. Foto: GMH

Jan Hendrik Böckmann: Gärtner für Obstbau ist mein Traumjob

Eine Ausbildung als Gärtner im Obstbau dauert in der Regel drei Jahre. Jan Hendrik Böckmann ist quasi in den Beruf hineingewachsen, er wurde auf einem Erdbeer-Hof im Südwesten von Niedersachsen groß. Er hat seinen Traumjob gefunden: „Viele kennen die Tätigkeit gar nicht, dabei hat sie so viel zu bieten“, sagt der 21-Jährige.

Wer sich für den Beruf interessiert, solle zuerst ein Praktikum machen, rät er. Die Chancen für einen Ausbildungsplatz stehen derzeit sehr gut. Er selbst will in einem Gartenbaustudium sein Fachwissen vertiefen und Betriebswirtschaft erlernen. Auch eine Zeitlang ins Ausland zu gehen, kann er sich vorstellen. Insbesondere nach Neuseeland zieht es manchen jungen Gärtner im Obstbau.

Was macht ein Gärtner für Obstbau?

Gärtner im Obstbau sorgen das ganze Jahr über für Anbau, Pflege und Ernte von Äpfel, Birnen, Kirschen und Beeren zum Beispiel. Je nach Betrieb und Spezialisierung führen sie Pflanzungen und Pflanzenschutzmaßnahmen durch, bringen Gehölze in Form und kümmern sich um die Verpackung und Vermarktung sowie Einlagerung der von ihnen geernteten Produkte. Sie wissen genau, welche Nährstoffe die Obstgehölze und Beerensträucher wann brauchen, um ein in Qualität und Menge optimales Ergebnis zu erzielen.

Ihr gärtnerisches Know-how über Standort- und Sorteneigenschaften sowie Düngung, Veredelung und Zuschnitt ist für ihre Arbeit ebenso wichtig wie handwerkliches Geschick und technisches Verständnis für die Handhabung von Maschinen.

Gezielter Schnitt und Veredelung, Umwelt- und Naturschutz

Neben einem qualitätsorientierten Anbau mittels gezielter Schnitt- und Veredelungsarbeiten sowie einer möglichst schonenden Produktion hat im Obstbau auch der Natur- und Umweltschutz eine große Bedeutung. In diesem Zusammenhang spielt zum Beispiel der kontrollierte Integrierte Anbau als umweltschonendes Kulturverfahren eine entscheidende Rolle.

Dabei wird lediglich bedarfsgerecht gedüngt; Schädlinge werden möglichst natürlich bekämpft, Boden und Natur geschont sowie lange Transport- und Lagerzeiten vermieden. Das Ergebnis sind gesunde, hochwertige Nahrungsmittel.