Gärtnerbörse: Biologika im Pflanzenschutz, Cyclamen und Grünes

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Eines der Themen in der Gärtnerbörse 12/2019: die Gärtnerei Senden in Düren. Foto: Dr. Heinrich Dreßler

In Gärtnerbörse 12/2019 befasst sich unter anderem Dr. Thomas Brand mit den Möglichkeiten und Grenzen biologischer Pflanzenschutzmittel (Biologika). Sein Fazit: Wir befinden uns aufgrund des gestiegenen gesellschaftlichen und politischen Drucks auf den chemischen Pflanzenschutz in einer Umbruchphase.

Biologika im Pflanzenschutz – nicht für „Feuerwehrmaßnahmen“

Allerdings: Biologika müssen frühzeitig, oft vorbeugend und regelmäßig angewendet werden. Sie eignen sich nicht für „Feuerwehrmaßnahmen“ bei Auftreten eines Schaderregers. Für das Eingreifen bei einem akuten Befall werden auch in Zukunft chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel gebraucht, wie in der Dezember-Ausgabe der Gärtnerbörse zu lesen ist (Seite 42).

Seit genau 100 Jahren befasst sich der französische Züchter und Saatgutproduzent Morel mit Cyclamen. Mit rund 200 Kunden aus aller Welt feierte das Unternehmen im November sein Jubiläum und stellte dabei neben dem aktuellen Sortiment ein neues Gewächshaus vor (Seite 14). In der Züchtung gehören Robustheit und neue Formen zu den Zielen – besondere Cyclamen fallen auf und sind für Aktionen im Handel gefragt.

Gut ein halbes Jahrhundert besteht die Gärtnerei Senden in Düren (Seite 10). Grünpflanzen in breiter Vielfalt, auch in größeren Formaten, sind die Spezialität dieses von zwei Brüdern geführten Betriebs. Die Pflanzen werden mit dem Landgard-Label „Deutsche Gärtnerware“ vermarktet. Die Heizung läuft CO2-neutral mit Holzhackschnitzeln.

Torfersatz Thema in neuer Gärtnerbörse

Dem Thema Torfersatz widmen sich gleich mehrere Beiträge in Gärtnerbörse 12/2019. Zu den Erkenntnissen im Projekt „TeiGa“ gehört, dass Pflanzen unterschiedlich auf die Substrat-Komponenten reagieren. Wichtig sind die Qualität der Rohstoffe und eine angepasste Düngung (Seite 46). Wer auf torfreduzierte Substrate umstellt, sollte dies schrittweise tun und sich mit Lieferanten, Beratern und Kollegen austauschen, hieß es beim Zierpflanzentag Südwest (Seite 52 und 56).

Wenn mehrere Versuchseinrichtungen eine Fragestellung gemeinsam bearbeiten, können die Gärtner von umfangreichen Ergebnissen profitieren, die auf einer breiten Datenbasis beruhen. Unterschiedliche Klima- und Kulturbedingungen fließen in die Resultate ein. Dies gilt zum Beispiel für die Sortensichtung, mit der sich der „Arbeitskreis Beet- und Balkonpflanzen“ seit vielen Jahren befasst – 2019 standen Fuchsien im Fokus (Seite 24).

Ein weiterer Ringversuch sollte das Potenzial von biologischen Präparaten zur Vorbeugung gegen Botrytis an Lavendel ermitteln (Seite 37). Die Ergebnisse waren eher ernüchternd – für eine gute Qualität ist in erster Linie eine trockene, gleichmäßige Klimaführung wichtig.

Analyse der AMI zu Amaryllis

Im Dezember hat Amaryllis (Hippeastrum) Hochsaison. Die Ausgaben der Verbraucher für diese Kultur sind seit 2014 deutlich gestiegen, wie eine Analyse der AMI zeigte (Seite 20). Vor allem als blühende Topfpflanzen konnten Amaryllis zulegen, der Schwerpunkt liegt aber weiter auf Schnittware. Wie bei vielen anderen Kulturen erobert der Systemhandel Marktanteile – die Discounter spielen dabei eine herausgehobene Rolle.

Diese und weitere Themen lesen Sie in Gärtnerbörse 12/2019, die am 7. Dezember erscheint. Einzelhefte, Abos und E-Paper erhalten Sie im TASPO Online-Shop.

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