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Gärtnerbörse: Schnittblumen-Markt 2020 besser als erwartet

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Wir alle haben sie noch gut vor Augen, die Bilder genau vor einem Jahr, als Tausende von Schnittblumen aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie auf dem Kompost landeten. Es war zu befürchten: Das Jahr 2020 wird für den Schnittblumen-Absatz kein gutes werden. Aber wider aller Erwartungen ist es anders gekommen.

Schnittblumen sind das Schwerpunktthema in Gärtnerbörse 2/2021. Foto: Haymarket Media

Schnittblumen: geringere Mengen verkauft, aber zu besseren Preisen

Denn laut der September-Prognose für das Jahr 2020 der AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH) wurde für das Segment der Schnittblumen im deutschen Markt ein Wachstum von 2,8 Prozent auf rund 3,17 Milliarden Euro verzeichnet, wie die aktuelle Ausgabe 2/2021 der Gärtnerbörse meldet. Darin berichtet die AMI weiter, dass 2020 zwar geringere Mengen an den Veilingen verkauft wurden, aber zu deutlich besseren Preisen. Laut der niederländischen Versteigerung Royal FloraHolland beispielsweise wurden auf deren Plattform 2020 zwar rund zwölf Prozent weniger Schnittblumen verkauft als im Jahr davor. Der Durchschnittspreis lag jedoch gut vier Prozent höher.

Corona-Krise mit weitreichenden Folgen für Produzenten in Kenia und Co.

Wer dagegen stark unter der Corona-Krise zu leiden hatte, waren die Schnittblumen-Importeure, vor allem aus Drittländern: Von Januar bis November 2020 lagen deren Importe rund fünf Prozent hinter dem Dreijahresmittel der Vorjahre. In einem Interview mit dem BGI (Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels) wird Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland, wie folgt zitiert: „Geschlossene Blumenläden haben nicht nur Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, sondern weitreichende Folgen für die Produzenten in Kenia, Äthiopien oder Tansania. Viele Farmen werden einen Umsatzverlust, wie sie ihn zu Beginn der Pandemie erlebt haben, kein zweites Mal verkraften.“

Erfahrungen mit Torfersatzstoffen Thema in neuer Gärtnerbörse

Dass Schnittblumen nach wie vor Marktpotenziale und Chancen bieten, zeigt die neue Ausgabe der Gärtnerbörse am Beispiel einiger Schnittblumen-Betriebe, die vor allem durch Regionalität punkten. In Anbauversuchen haben sich zudem Sortimentsergänzungen bewährt – wie Islandmohn, blau-tonige Farne, Stachelschweinsalvie und Nerine. Natürlich geht es in der Gärtnerbörse 2/2021 auch um viele andere spannende Themen jenseits der Schnittblume – wie etwa Erfahrungen mit Torfersatzstoffen oder technische Neuerungen für Produzenten, wie neue Infrarot-Heizmatten.

► Die Gärtnerbörse 2/2021 erscheint am 27. März. Einzelhefte, (Probe-)Abos und E-Paper sind in unserem Online-Shop abrufbar.

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