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Gärtnerei Böttcher: Neubau komplett mit Eigenmitteln

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Mit einer beträchtlichen Portion Eigenleistung haben Katja und Martin Böttcher, Inhaber der Gärtnerei Böttcher in Elster an der Elbe, einen Gewächshaus-Neubau mit rund 700 Quadratmetern Fläche auf die Beine gestellt.

Ziel: so preiswert wie möglich bauen

Gebaut wurde die neue, doppelverglaste Gewächshaus-Konstruktion vom niederländischen Gewächshausbauer Debets Schalke, aber erhebliche Arbeiten wie das Pflastern des künftigen Verkaufsbereichs, Teile des Heizungsbaus und der Be- und Entwässerung haben die beiden Inhaber und ihr dreiköpfiges Team selbst durchgeführt.

Das Ziel der Mühe: so preiswert wie irgend möglich zu bauen. Zum Teil verwendeten Böttchers deshalb auch gebrauchte Elemente. Und auch schon beim Abriss des alten Gewächshauses und diversen anderen Vorarbeiten legte das Team selbst kräftig mit Hand an. Das habe zwischen 30 und 35 Prozent der Kosten gespart, sagt Böttcher.

Neues Gewächshaus für rund 200.000 Euro

Ab August rissen sie das alte Gewächshaus, das an derselben Stelle stand, ab. Im September dann startete schon der Aufbau des Neubaus. Seit Anfang Februar ist der nun fertiggestellt, die Heizung lief seitdem, und Innenarbeiten waren laut Böttcher schon „bei einer soliden Grundtemperatur möglich“.

Als Gesamtkosten nennt Böttcher rund 200.000 Euro für das Gewächshaus, Innenausstattung mit Heizung, Energieschirm, Tischen, Be- und Entwässerung sowie Pflasterfläche. Fördertöpfe wie das Förderprogramm Energieeffizienz haben die Unternehmer nach eigenen Angaben für den Neubau nicht genutzt: Zum einen, weil es nur auf einen kompletten Neubau ohne Verwendung gebrauchter Teile Förderung gebe.

Einweihung mit Tag der offenen Gärtnerei

Zum anderen hätten die Erstellung des Energieeffizienz-Gutachtens und die eventuelle Förderung in keinem Verhältnis gestanden. „Außerdem haben wir in der Vergangenheit mehrfach mit Förderungen schlechte Erfahrungen gemacht – sie entweder nicht bekommen oder zurück zahlen müssen“, begründet der Unternehmer.

Am ersten Mai-Wochenende planen die Böttchers zum Tag der offenen Gärtnerei die offizielle Einweihung ihres neuen Gewächshauses. Es soll dann für den Frühjahrsverkauf genutzt werden. Sie haben trotz aller Arbeit die Nase von Neubauten aber wohl noch nicht voll: Nach und nach ist laut Aussagen der beiden Unternehmer die weitere Sanierung des kompletten Gewächshaus-Bestandes – je nach Finanzlage und Stück für Stück – vorgesehen.