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Gärtnerei Schillinger: Schnittblumen in 270 Sorten

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Rund 15 Kilometer nördlich von Stuttgart haben sich in den vergangenen 50 Jahren mehrere Gartenbau-Betriebe neu angesiedelt. Dazu gehört die Gärtnerei Schillinger in Möglingen, die Freiland-Schnittblumen in rund 270 Sorten produziert. Edgar Gugenhan hat den Betrieb besucht.

Hans-Jürgen Schillinger produziert in seiner Gärtnerei auf insgesamt 30.000 Quadratmeter Freilandfläche Schnittblumen wie Helianthus. Foto: Edgar Gugenhan

Schnittblumen als Schwerpunkt der Produktion

Da am alten Betriebssitz in Stuttgart-Rot keine Erweiterungen mehr möglich waren, siedelte Otto Schillinger 1967 mit seiner Gärtnerei nach Möglingen um, wo damals landwirtschaftliche Freilandflächen zur Verfügung standen. Er produzierte am neuen Standort zunächst Gemüse sowie Beet- und Balkonpflanzen, später kamen Schnittblumen dazu, die sich vor rund 30 Jahren zum Schwerpunkt der Produktion entwickelt haben.

1999 hat Hans-Jürgen Schillinger, der Sohn des Betriebsgründers, die Gärtnerei übernommen. Sein Konzept ist es, während der gesamten sommerlichen Vegetationszeit im Freiland auf insgesamt rund 30.000 Quadratmetern ein breites Sortiment an Schnittblumen anzubauen, um während der gesamten Freiland-Vegetationszeit möglichst viele Kundenwünsche erfüllen zu können.

Rund 270 Sorten im Anbau

Aufgrund dieser betrieblichen Ausrichtung sind derzeit rund 80 bis 90 Arten mit rund 270 Sorten im Anbau, darunter Sonnenblumen (Helianthus annuus), Dahlien, Artischocke (Cynara) oder Goldrute (Solidago). Schwerpunkte im Sortiment, wie es früher üblich war, gibt es heute nicht mehr, da die Kundenwünsche sehr breit gefächert sind.

Zum Sortiment von Schillinger gehören neben bekannten sommerblühenden Schnittblumen auch Besonderheiten wie die so genannte Gummibärchen-Blume (Cephalophora aromatica) – eine attraktive Duftpflanze, die sich bei unserem Betriebsbesuch mit relativ starkem Wuchs und intensivem Blütenansatz präsentierte.

Die kleinen gelben kugelrunden Blüten tragen einen aromatischen, angenehmen Duft nach Gummibärchen in sich, der beim Zerreiben der Blüten besonders kräftig ausströmt. Auch die Blätter verbreiten beim Zerreiben einen ähnlichen kräftigen Duft. Die Pflanze wird gelegentlich auch unter dem Namen „Ananasblume“ geführt und ist in Chile beheimatet. Sie zählt zur Familie der Korbblütler, was den Pflanzen vielleicht nicht gleich anzusehen ist.

Zwei Großmärkte als Absatzschwerpunkt

Eine bedeutende Rolle bei einer so umfangreichen Produktion an Freiland-Schnittblumen spielt der Absatz. Er muss gut organisiert sein, damit die Schnittblumen in bester Qualität von den Kunden angenommen werden können. Schwerpunkt des Absatzes sind zwei Großmärkte – der Blumengroßmarkt in Stuttgart und der Regio Schnitt Münchingen (RSM) als spezieller Schnittblumenmarkt.

Letzterer wird von vier Schnittblumen-Produzenten betrieben – Beutler (Vaihingen/Enz-Horrheim), Hoffmeister (Ludwigsburg), Rosen-Ludwig (Waiblingen-Hegnach) und die Gärtnerei Schillinger (Möglingen). Darüber hinaus beliefert Schillinger noch diverse Großhändler kontinuierlich mit Schnittblumen.

Den kompletten Beitrag über die auf Schnittblumen spezialisierte Gärtnerei Schillinger lesen Sie in der aktuellen Gärtnerbörse 10-11/2018.