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Gärtnereien: Was macht erfolgreich?

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Zu den Zukunftsstrategien des Gartenbaus gehört bekanntlich die Inwertsetzung. Aber was bedeutet das konkret für einen Betrieb? Was macht ihn wirklich „wertvoll“ und damit erfolgreich? Ein Projekt der frisch fusionierten Gartenbau-Landesverbände Hessen, Baden und Württemberg geht dem auf den Grund.

Was macht eine Gärtnerei wirklich „wertvoll“ und damit erfolgreich? Foto: Aurelio/Fotolia

„Mein Betrieb – natürlich anders“ lautet das Motto des Projektes „Aktiv in die Zukunft“ der Fachgruppe Zierpflanzenbau, Bereich Einzelhandelsgärtnereien, der Gartenbauverbände Baden, Württemberg und Hessen.

Gesucht: zehn bis 15 starke Einzelhandelsgärtnereien

Geplant ist, zehn bis 15 starke grüne Einzelhandelsbetriebe zu finden, die über zwei Jahre lang gemeinsam aktiv herausarbeiten, was ihren jetzigen und künftigen Erfolg ausmacht. Und daraus einen gemeinsamen Weg für Unternehmer und Unternehmen entwickeln, der richtungsweisend auch für andere Einzelhandelsbetriebe sein kann.

Im Mittelpunkt der Initiative steht der Mensch – als Unternehmer und als Mitarbeiter. In Workshops soll erarbeitet werden, was der Einzelne tun kann, um die Wertschätzung für den eigenen Betrieb und damit auch für seine Produkte und letztendlich die gesamte Branche positiv zu beeinflussen:

  • Wie schaffe ich es, als Unternehmer Freiraum zu gewinnen, um Visionen tatsächlich anpacken zu können?
  • Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren, aktiv einen eigenen Beitrag zu Veränderungen zu leisten?
  • Wie kann ich mit meinem Team zukunftsträchtige Visionen entwickeln und umsetzen? Was zeichnet meinen Betrieb tatsächlich aus?
  • Wie kann ich das Profil des Betriebes schärfen und nach außen hin kommunizieren?
  • Wie ist das Erscheinungsbild meines Unternehmens/meiner Verkaufsstätte?
  • Mit welchen gärtnerischen Produkten kann ich mich profilieren?

Die Auftaktveranstaltung für alle interessierten Betriebe aus dem Verbandsgebiet findet am 17. Februar 2016 statt. Unter anderem stellen dort Verbandsgeschäftsführer Jochen Reiss und Initiator Gerhard Goldammer, Inhaber der Einzelhandelsgärtnerei Goldammer aus Tannhausen, die Initiative vor und Goldammer berichtet über seine Beweggründe, an dem Projekt teilzunehmen.

„Pauschallösungen gibt es heute keine mehr“

Moderator des Projektes ist der Münchner Berater Andreas Zitzmann, der nach einem Impulsreferat im Einstiegsworkshop klärt, welche Themen für die Betriebe von besonderem Interesse sind. „Pauschallösungen gibt es heute keine mehr, sondern es müssen individuelle Lösungen erarbeitet werden“, weiß Zitzmann. Gesucht werde nach „tragfähigen und individuellen Lösungen, die funktionierende Konzepte ergänzen oder verbesserungswürdige Konzepte ersetzen“, erläutert er die Ziele.

Geplant sind zwei ganztägige Treffen pro Jahr an unterschiedlichen Standorten mit jeweils einer Betriebsbesichtigung am Vorabend. Mehr unter Telefon: 07 21–94 48 07 oder E-Mail: info(at)hortus.de.