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Gärtners Sprechstunde auf der Floradecora

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Die „Gärtners Sprechstunde“, veranstaltet von TASPO GartenMarkt in Kooperation mit der Messe Frankfurt, bringt Produzenten und Handel miteinander ins Gespräch. Zweimal täglich als fester Programmpunkt auf der neuen Frankfurter Messe Floradecora erhalten Neulinge und Etablierte im Vertrieb von Frischblumen praktische Tipps für den Umgang mit der Frischware.

Networking in kleiner Runde im Farmhaus

In kleiner Runde wird im Farmhaus der Floradecora Networking möglich sein, ein Austausch zwischen den Marktpartnern gefördert. Der Handel bekommt Gelegenheit, in erster Reihe den Gärtnern aus dem Zierpflanzenbau Fragen zu stellen oder Wünsche zu formulieren. Pflanzenproduzenten erfahren aus erster Hand, welchen Bedarf der Handel hat. Passgenaue Sortimente sind die Folge.

Die Marktexperten Alexander Kleerebezem, Blumen-Fachmann, sowie Stefan Kretschmer (Einfachgutvermarkten.de) stehen Messebesuchern Rede und Antwort. TASPO GartenMarkt hat vorab mit den beiden Experten gesprochen.

Herr Kretschmer, was erwartet die Besucher der neuen Messe Floradecora bei der „Gärtners Sprechstunde“?

Wir sind der Einladung von TASPO GartenMarkt zur „Gärtners Sprechstunde“ gefolgt, um ein internationales Publikum zu vernetzen, viele Fachleute aus verschiedenen Bereichen zu verbinden und demnach auch Know-how zu bündeln. Der produzierende Gartenbau ist das Fundament unserer gesamten Branche und verdient die größte Aufmerksamkeit. Wir wollen nicht nur reden, sondern unseren Besuchern wirkliche, praktische und umsetzbare Tipps für den Umgang mit bestehenden und neuen Kundenfeldern an die Hand geben.

Wir geben Input aus Sicht des Handels und im besten Fall auch individuelle Verbesserungsvorschläge, Ergänzungen oder Bestätigung für einzelne Betriebe und deren Produktpaletten. Es geht darum, dem produzierenden Gartenbau Informationen zu geben, wie er neue Absatzfelder zum Beispiel mit ergänzenden Produkten oder Konzepten erschließen kann.

Und dazu muss man auch als Gärtner immer am Puls der Zeit bleiben. Man muss neue Ideen ausprobieren und auch ein bisschen risikofreudig sein. Und wo sollte man sich bessere Anregungen holen als im Austausch mit Gleichgesinnten und Menschen, die wissen was der Handel braucht?

Mir ist es wichtig, den Unternehmern im Gartenbau Mut zu machen für die Zukunft. Ich möchte Antworten und Denkanstöße geben für neue Ansätze in unserer Branche, so dass wir alle gemeinsam weiterhin erfolgreich Blumen und Pflanzen vermarkten können.

Wer sollte die „Gärtners Sprechstunde“ nicht verpassen?

Neben den Zielgruppen aus dem Handel ist es mir wichtig zu betonen: Die Floradecora richtet sich auch an produzierende Zierpflanzen-Betriebe. Vor allem denjenigen, die sich in ihrem Produktportfolio weiterentwickeln wollen, würde ich einen Besuch ans Herz legen.

Betriebe, die Anregungen, Impulse und neue Ideen suchen, werden sie finden. Betriebe die sich austauschen möchten und weiterentwickeln wollen, werden die Möglichkeit dazu bekommen.

Großhändler haben mit der Floradecora eine Plattform um eigene Ideen oder wichtige Bedingungen des Handels an die Gartenbaubetriebe weiterzugeben. Sie können wichtige Impulse setzen und eigene Konzepte präsentieren. Auch der Großhandel bekommt dann natürlich Feedback aus dem Handel und der Produktion und kann dieses Know-how in eigene Entwicklungen integrieren.

Herr Kleerebezem, Sie sind Blumen-Fachmann für den LEH, haben langjährige Erfahrung in Planung und Umsetzung von Verkaufskonzepten bei Schnittblumen sowie Zier- und Nutzpflanzen für den organisierten Handel, insbesondere bei Discountern. Was kann der klassische Fachhandel vom organisierten Handel lernen?

Systeme schaffen. Das funktioniert schon im kleinsten Blumenladen: Preispunkte und Schwellen beachten, klare Sortimentsstrukturen schaffen und Convenience-Produkte erarbeiten, die Kunden so nicht im organisierten Handel vorfinden.

Ihre Botschaft an die gärtnerischen Produzenten im Hinblick auf die neue Messe?

Nicht die hundertste Eigenmarke entwickeln, sondern Komplettlösungen mit echtem, erkennbarem Mehrwert gemeinsam mit anderen Kollegen anbieten.

Das komplette Interview mit Stefan Kretschmer und Alexander Kleerebezem lesen Sie in der TASPO 2/2017, die am 13. Januar erschienen ist.