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GaLaBau-Betriebe passen sich dem Markt an

Nicht entscheidend verbessert hat sich die Situation der rheinischen GaLaBau-Betriebe. Drei Insolvenzen, die Lohnsumme weiter verringert, die Zahl der Mitgliedsunternehmen auf aktuell 764 gestiegen. Größere Betriebe bauen ab oder geben auf, junge kleine Betriebe entstehen, so charakterisiert Manfred Lorenz, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW, die Lage im GaLaBau. Die Situation in den einzelnen Betrieben sei sehr unterschiedlich, manche seien bis in das Jahr 2006 mit Aufträgen ausgelastet. Auf der anderen Seite mussten Unternehmen zum Erhalt der Arbeitsplätze ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Es gebe aber auch positive Entwicklungen. Die Verbundsysteme hätten sich weiterentwickelt. Wenn sich mehrere GaLaBau-Unternehmen zusammenschließen, könnten sie beispielsweise einem Eigentümer mehrerer Immobilien anbieten, seine Liegenschaften aus einer Hand zu pflegen. Dabei beschränke sich dieses Dienstleistungsangebot nicht auf Rasen mähen und Unkraut beseitigen, sondern es handelt sich hierbei um ein Rundum-Grünflächenmanagement. Die Immobilienlandschaft ändert sich gerade, Großkonzerne steigen vermehrt ein. Ein solcher Großunternehmer vergebe gerne auch einem einzelnen, in dem Fall an einen Verbund von Landschaftsgärtnern, die Pflege und Weiterentwicklung seiner Außenanlagen. In solchen Verbundsystemen sieht Lorenz eine gute Chance für die Zukunft und damit eine Sicherung von Arbeitsplätzen und Umsätzen für GaLaBau-Betriebe. Die Zahl der Arbeitsplätze im privatwirtschaftlichen GaLaBau in NRW habe sich negativ entwickelt, sei von rund 16000 auf 15400 gesunken. Dies sei nicht unbedingt als negative Entwicklung für die Betriebe zu verstehen. Denn die Zahlen unterstreichen nur die Entwicklung des Berufsstandes und zeigen, dass sich die Betriebe durch den Abbau von Arbeitsplätzen dem Markt angepasst haben. Was nach wie vor fehlt, sind die Aufträge, sagte Lorenz.