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GaLaBau: Da ist guter Rat günstiger – Sachverständige geben Tipps

Interessierte haben auf der GaLaBau-Messe die Möglichkeit, vier öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige aus dem Garten- und Landschaftsbau kennenzulernen: Carsten Schmidt, Guido Manzke, Jörg Baumhauer und Dr. Martin Upmeier geben erste Einschätzungen und Tipps, wenn es um Probleme mit Schwimmteichen, Wasseranlagen und Dachbegrünungen geht. 

Dr. Martin Upmeier, einer der vier öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, die auf der GaLaBau Tipps zu Problemen mit Schwimmteichen, Wasseranlagen und Dachbegrünungen geben. Foto: privat

Der Schwimmteich ist voller Algen, das begrünte Dach steht unter Wasser, der angelegte Bachlauf wiederum verliert ständig welches? Bei solchen und anderen Problemen sind Carsten Schmidt, Guido Manzke, Jörg Baumhauer und Dr. Martin Upmeier Experten, denn alle vier sind öffentlich bestellte und vereidigte (öbv) Sachverständige.

Die Kennzeichnung öbv gilt als Qualitätssiegel. Es steht dafür, dass der Sachverständige unparteiisch ist und überdurchschnittliches Fachwissen, besondere Praxiserfahrung und persönliche Integrität besitzt. Dies wird den Angaben zufolge regelmäßig von einer Bestellungsbehörde wie zum Beispiel einer IHK oder einer Landwirtschaftskammer überprüft.

„Was viele nicht wissen: Den Sachverständigen muss man nicht erst dann bestellen, wenn das Kind sprichwörtlich bereits in den Brunnen gefallen ist“, betont Dr. Upmeier, Experte für Erden, Substrate und Dachbegrünungen. Besser sei es, sich sofort zu melden, wenn erste Unstimmigkeiten an der Baustelle auftreten. „In diesem Fall treffen sich alle Beteiligten vor Ort und der Sachverständige gibt direkt Lösungsvorschläge. Die Zusammenarbeit in einer frühen Phase ermöglicht ein zielorientiertes und strukturiertes Arbeiten. Ich rate, im Falle von Differenzen frühzeitig einen Sachverständigen hinzuzuziehen, um Probleme bei Abrechnungen zu lösen oder gegebenenfalls schon während der Bauphase technische Änderungen umzusetzen“, so Dr. Upmeier.

„Idealerweise sollte mit der Planung bereits ein Gutachter zum Team gehören“, findet Jörg Baumhauer, Sachverständiger unter anderem für Wasseranlagen. Das Credo des ausgebildeten Mediators: Nicht Fehler zuweisen, sondern Lösungen finden. Baumhauer ist ein neugieriger Typ, wie er selbst sagt. Die Frage, warum etwas schief läuft, macht die Tätigkeit als Sachverständigen für ihn so spannend.

Einen weiteren Grund, der dafür spricht, frühzeitig einen neutralen Dritten zu befragen, führt Guido Manzke an: „Der Streitwert vor Gericht übersteigt die Kosten des Bauvorhabens inklusive Gutachter meistens um ein Vielfaches“. Er und Carsten Schmidt arbeiten als Gutachter mit dem Spezialgebiet Schwimm- und Badeteich. Neben Neugierde sind „ein ausgleichender Charakter, kritisches Denken und praktische Erfahrung für den Job zwingend notwendig, denn an Problembaustellen herrscht oft gespannte Stimmung“, so Carsten Schmidt.

Schmidt stellt, wie auch die drei anderen auf der GaLaBau vertretenen Sachverständigen, Fertigungsbescheinigungen aus. In der so genannten Fertigungsbescheinigung hat der Sachverständige gemäß § 641a Abs. 1 Nr. 1 und 2 BGB festzustellen, ob das Gewerk hergestellt und frei von Mängeln ist. Soll eine Fertigungsbescheinigung erstellt werden, gehört meistens auch eine Baubegleitung und je nach Baustelle eine Moderation des Prozesses zu den Aufgaben des Experten. „Vom ersten Angebot über die Bauphase bis hin zur Abnahme läuft dann alles sach- und fachgerecht, und am Ende sind alle zufrieden“, sagt Schmidt. (ts)

Kontakt: Halle 4, Stand 333