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GaLaBau: „Grünes Familientreffen“ mit Rekordbilanz

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Ein sattes Besucherplus von 12,3 Prozent kann die GaLaBau in diesem Jahr verbuchen: Erstmals kamen rund 72.000 Fachbesucher nach Nürnberg, um sich über neue Entwicklungen im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau zu informieren. Entschieden wurde zudem die „Deutsche Meisterschaft“ der Landschaftsgärtner.

GaLaBau erstmals in 14 Messehallen

1.253 Unternehmen aus 37 Ländern präsentierten auf der GaLaBau vom 12. bis zum 15. September in erstmals 14 Messehallen ihre Neuheiten und Produkte rund ums Planen, Bauen und Pflegen von Grün. Jeder vierte Aussteller kam laut Messestatistik aus dem Ausland, um ganze zwölf Prozent ist entsprechend die internationale Ausstellungsfläche gegenüber der GaLaBau 2016 gewachsen.

Die Messegäste kamen laut einer Besucherbefragung überwiegend aus Fachbetrieben des Grün- und Freiflächenbaus, deutlich stärker vertreten waren demnach Vertreter aus Fachbehörden und öffentlichen Einrichtungen. Zuwächse konnten auch im Bereich Bau, Pflege und Management von Golfplatzanlagen verzeichnet werden, zudem zog es viele Landschaftsarchitekten und Angestellte aus Friedhofskultur und -ämtern nach Nürnberg.

„Vier Messetage mit durchgehend vollen Hallen, guten Geschäftsgesprächen und zahllosen Highlights im Rahmenprogramm liegen hinter uns. Für mich eine rundum gelungene GaLaBau 2018! Wir freuen uns schon heute auf das nächste grüne Familientreffen in zwei Jahren (16. bis 19. September 2020, Anm. d. Red.) hier in Nürnberg“, resümiert Stefan Dittrich, Veranstaltungsleiter GaLaBau.

Landschaftsgärtner-Cup kürt besten GaLaBau-Nachwuchs

Der GaLaBau-Nachwuchs präsentierte sein Können beim Finale des Landschaftsgärtner-Cups, das während der Messe ausgetragen wurde. Insgesamt 15 Stunden Zeit hatten die zwölf teilnehmenden Teams, um jeweils einen vier mal vier Meter großen Schaugarten nach einem vorliegenden Gestaltungsplan und genau festgelegten Kriterien zu gestalten.

Am besten erfüllte diese Aufgabe das bayerische Duo Julian Maier und Niklas Stadlmayr – beide aus dem Betrieb Bullinger Gartengestaltung aus Donauwörth-Schäfstall. Die beiden angehenden Landschaftsgärtner holten sich mit ihrem Schaugarten bei dem zum insgesamt neunten Mal ausgetragenen Wettbewerb den Titel „Deutscher Meister“, womit sie gleichzeitig ihr Ticket für die  internationale Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills Kazan 2019“ in Russland lösten.

Botschafter für den Berufsstand

Der zweite Platz beim diesjährigen Landschaftsgärtner-Cup ging an Adrian Hummel (Staudenmayer Gartengestaltung – Pflanzenvertrieb, Westerheim) und Andreas Keck (Hans App Garten- und Landschaftsbau, Unlingen) aus Baden-Württemberg. Bronze holten Robin Grisard (Frauenrath Landschaftsbau GmbH, Großröhrsdorf) und Josias Tiersch (Thümer Landschaftsbau GmbH, Dresden) aus Sachsen.

„Wir alle haben an den beiden Wettkampftagen gesehen, welch herausragende Qualifikation und Engagement unser Landschaftsgärtner-Nachwuchs mitbringt. Bessere Botschafter für unseren Berufsstand gibt es nicht“, kommentierte der Vorsitzende des Ausbildungsförderwerks Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) und Präsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), Lutze von Wurmb, den Landschaftsgärtner-Cup.

Zwei Sieger beim ELCA Trend Award

Vergeben wurde im Rahmen der GaLaBau darüber hinaus der ELCA Trend Award, der alle zwei Jahre Projekte auszeichnet, die dem höchsten fachlichen Niveau im Gartenbau entsprechen und Aspekte wie Nachhaltigkeit und Pflegeaufwand berücksichtigen. Vier Nominierte – alle aus den Niederlanden – standen in diesem Jahr zur Wahl, von denen die Fachjury die Projekte „Circl“ und „Green Dream“ zu den Gewinnern kürte.

Das von Donkergroen im Auftrag von ABN Amro Amsterdam realisierte Projekt „Circl“ sowie das von Geelen Counterflow in Haelen (Provinz Limburg) in Auftrag gegebene und von der Gartengestalterin Iverna Zaalberg in Zusammenarbeit mit der Gärtnerei Herman Vaessen tuin | boom |groen umgesetzte Projekt „Green Dream“ sind zwar sehr unterschiedlich, konnten die Jury jedoch gleichermaßen in Bezug auf Konzept, Bautechnik und Bepflanzung überzeugen und seien hervorragende Beispiele für „Bauen mit Grün“.

Nachhaltige Firmen- und (Dach-)Gärten

„Circl“ ist ein Pavillon im dicht bebauten Süden Amsterdams, auf dem Donkergroen aus Sneek einen zu 100 Prozent zirkulären öffentlichen (Dach-)Garten realisierte. „Ein äußerst gelungenes Gartenbau-Projekt, das komplett recycelbar, erneuerbar und mit Rücksicht auf die Natur entwickelt wurde. Das Ziel, den Bankmitarbeitern einen Garten mit Arbeitsplätzen zu bieten, ist hervorragend in das Gesamtkonzept eingeflossen“, urteilte die Jury.

Der ökologische Firmengarten „Green Dream“ in Haelen (Provinz Limburg) zählt zu den nachhaltigsten der Welt. Im Garten des Büros von Geelen Counterflow stehen Naturerleben und Biodiversität im Mittelpunkt. „Ein fantastisches Beispiel für einen natürlichen und durchdachten Entwurf für einen Firmengarten“, urteilte die Jury. Besonders gut gelungen sei hier die Verschmelzung moderner Bauelemente mit der grünen Umgebung zu einem harmonischen Ganzen.