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GaLaBau ist für 2009 zuversichtlich

Goslar. Trotz der unruhigen und unsicheren Zeiten infolge der Finanzkrise ist der GaLaBau zuversichtlich, meinte auf der Wintertagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) Werner Küsters, landschaftsgärtnerischer Unternehmer und Präsident des Bundesverbandes der deutschen Dienstleistungswirtschaft (BDWi), dem auch der Bundesverband Garten-, Landschafts-und Sportplatzbau (BGL) angehört, in seinem Grußwort. Wie BGL-Präsident Hanns-Jürgen Redeker ebenfalls in einem Grußwort ausführte, stehen die Zeichen sogar auf Grün. Denn es bietet den Menschen Rückzugsmöglichkeiten und etwas Greifbares in einer komplexer werdenden globalen oder virtuellen Welt, in der die Menschen vieles nicht verstehen - warum sie beispielsweise aufgrund der Immobilienkrise in Amerika hier kein Geld mehr haben.

Wenn er sein unternehmerisches Umfeld und das seiner Kollegen betrachte, meinte Küsters, sei das abgelaufene Jahr relativ positiv ausgefallen. So hätten im Rheinland viele Landschaftsgärtner 2008 ein sehr gutes Jahr gehabt. Man habe sich gut aufgestellt, das Eigenkapital in den vergangenen Jahren erhöht und eigentlich gute Jahre verlebt. Auch der Auftragsbestand sei gut und sogar besser als in den meisten Jahren zuvor. Bei Investoren und Planern befänden sich außerdem noch viele Projekte in Vorbereitung. Allerdings rechnete Küsters auch für die Branche mit einer Talsohle, die allerdings weniger in diesem Jahr, sondern frühestens am Jahresende und eher noch danach erreicht sein dürfte. Positiv äußerte sich Küsters in diesem Zusammenhang zum neuen Konjunkturpaket der Bundesregierung. Er geht davon aus, dass damit nun sehr viele Vorhaben im Straßen- und Wegebau, bei Schulanlagen und anderen öffentlichen Gebäuden, was auch Sportplätze einschließen dürfte, angestoßen werden.

Ohnehin sei der Dienstleistungssektor, von wenigen Ausnahmen wie der Zeitarbeit abgesehen, von den Folgen der Finanzkrise bisher kaum betroffen. Unter den im Bundesverband der deutschen Dienstleistungswirtschaft vertretenen 28 Branchen befänden sich "wirklich nicht viele Dienstleistungsbranchen, die betroffen sind", so Küsters.

Wie BGL-Präsident Hanns-Jürgen Redeker ausführte, suche jeder Mensch in der aktuell so unsicheren und unüberschaubaren Zeit nach Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, sich seine freie Zeit persönlich zu gestalten und sich dabei entweder schöpferisch oder genießerisch mit etwas zu beschäftigen, das er greifen oder fassen kann. Zu diesem Privaten gehört laut Redeker auch das Grün der Gärten, was für den GaLaBau und die Baumschulen eine große Chance biete.

Auch das öffentliche Grün bezog Redeker mit ein: Der öffentliche Raum wird schon heute und in Zukunft intensiver genutzt als bisher, um sich zurückzuziehen. "Und dafür", so der BGL-Präsident, "brauchen wir gut angelegte Flächen, die auf Dauer gesehen entwickelt und erhalten werden können."

In Bezug auf das neue Konjunkturpaket und die damit geförderten Investitionen, beispielsweise in Straßenbau und Schulanlagen, forderte er die Branche auf, sich zu artikulieren und deutlich zu machen, dass auch der Freiraum dazugehört. Denn dies sind "Zukunftsstätten der Menschen und da müssen wir mithelfen, die Lebensqualität zu verbessern", so Redeker.