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Garden-Living im Aufwind: BBE veröffentlicht Markt:Monitor 2014

Die Deutschen lieben ihr „grünes Wohnzimmer“, und sie lassen sich diese Liebe gern etwas kosten. So stieg das Marktvolumen für die Teilmärkte Gartendekoration und Licht im Garten zwischen 2006 und 2013 um insgesamt 47 Prozent. Ein klares Votum für die Gestaltungswünsche und Verschönerungsbereitschaft der Garden-Living-Nutzer. Wie stark die Branche von der Verbrauchergunst getragen wird, unterstreicht nach Angaben der Herausgeber BBE Handelsberatung und Marketmedia24 die jetzt neu aufgelegte Kooperationsstudie „Markt:Monitor Garden-Living 2014“.

Die Marktszenarien in der Studie stimmen demnach zuversichtlich, denn bis zum Jahr 2020 ist durchaus ein Marktwachstum auf bis zu 3,1 Milliarden Euro (zu Endverbraucherpreisen) drin. Das aktuelle Marktvolumen zu Endverbraucherpreisen (2013) liegt für Garden-Living-Produkte bei rund 2,8 Milliarden Euro.

Drei Jahre nach Erscheinen der ersten Studie „Markt:Monitor Garden-Living“ haben Marktanalytiker und Experten die Branche, deren Teilnehmer, Marktfakten, Entwicklungen und Perspektiven neu unter die Lupe genommen. Es bestätigt sich das Bild einer Branche, die von Megatrends getragen wird und von der Ausgabebereitschaft der Konsumenten profitiert. So berichtet Dr. Peter O. Wüst, Hauptgeschäftsführer des BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten, von zum Teil „bedeutsamen Wachstumsraten“. Außerdem wächst der Prestigefaktor des Gartens, bekräftigt Johannes Welsch, Geschäftsführer des Industrieverbands Garten.

Nach vorläufigen Hochrechnungen bewegt sich die Pro-Kopf-Ausgabe für Garden-Living-Produkte in 2014 bei rund 34,27 Euro. Das sind 31,5 Prozent mehr als noch 2005. In dieser Entwicklung macht sich durchaus auch der Griff zu höher wertigeren Produkten bemerkbar. Neben qualitäts- und wertorientiertem Wachstum sorgen innovative Konzepte für Impulse. So entdeckt die Garden-Living-Branche mit neuen Konzepten und Entwicklungen die rund 55 Millionen Balkonbesitzer, beobachtet Eva Barth-Gillhaus, Autorin des „Markt:Monitor Garden-Living 2014“. Für dieses Marktsegment werden die Möbel nicht einfach nur kleiner. Zu erwarten sei vielmehr eine Marktoffensive mit multifunktionalen, leichteren und flexibleren Möbelkonzepten. Bereits in der Vergangenheit legten „Garten- und Balkonmöbel“ aus Kunststoff deutlich zu, während zum Beispiel Schwergewichte aus Holz die sprichwörtlichen Federn lassen mussten, ohne jedoch ihre absolute Vorrangstellung zu verlieren.

Nach 2012: Rückkehr zum Wachstum verhaltener
Das „grüne Wohnzimmer“, aber auch Grillen bis zum Outdoor-Cooking sind letztlich Lifestyle-Themen, für die weiterhin eine entsprechende Ausgabebereitschaft besteht, betont Dr. Ulrich Kollatz, Co-Autor der neuen Studie und Gartenexperte bei der BBE. Parallel machen die Marktdaten von Marketmedia24 in den Zeitreihen deutlich, dass die Branche in 2012 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. Zwar scheint nach dem Nicht-Sommer in 2013 im laufenden Jahr wieder die Sonne auf die Branchenteilnehmer, aber die Rückkehr zum Wachstum gestaltet sich verhaltener.

Gleichwohl erkennen die Hersteller in der steigenden Inlandsnachfrage eine Bestätigung für den Gartentrend und blicken zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte. Allerdings sollte sich die Branche nicht nur auf Sonnenschein und Trend verlassen. Aktives Marketing scheint umso stärker angesagt, als der Wettbewerb um die Freizeit-Wohlfühlwelt Garten härter wird. So empfiehlt der Industrieverband Garten (IVG) eine Erneuerung im Branchenauftritt mit „Emotionalität bei der Warenpräsentation, schillernde Warenwelten und eine gelungene Produktinszenierung“.
Franz-Josef Isensee, Vorstandssprecher Sagaflor AG, gibt sich zum Beispiel davon überzeugt, „dass es dank des vielfältigen und emotionalen Gartensortiments auch abseits von Preisen und Konditionen Wege zum Wachstum gibt.“

Fachhandel: Taktgeber beim Garden-Living
Insbesondere der Fachhandel hat gute Chancen, so die Studie, sich jenseits traditioneller und zum Teil verkrusteter Sortimentsstrukturen und -präsentationsformen als Taktgeber in Sachen Garden-Living-Trend zu positionieren und von dem primär preisorientierten Wettbewerbern zu differenzieren. Zumal Teilbereiche des Garden-Living-Marktes in den Fokus des Online-Handels rücken: Experten rechnen hier mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten. Dennoch bleibt der Marktanteil des interaktiven Handels vorläufig im einstelligen Bereich, weiß Marketmedia24.

Noch haben die Stationären das Heft in der Hand. Die Nummer eins unter den insgesamt sechs Garden-Living-Vertriebswegen ist und bleiben die Bau- und Heimwerkermärkte, die ihren Marktanteil seit 2011 bei 33,4 Prozent halten. Dies obwohl mit der Praktiker-Insolvenz 2013 immerhin die langjährige Nr. 2 der deutschen Baumarktbetreiber „verschwand“.
Die Markt- und Handelsspezialisten von Marketmedia24, Köln halten mit Methoden der Primär- und Sekundärforschung die Konsumgütermärkte und Handelskanäle im Blick und liefern Analysen für Unternehmensstrategien. Die BBE Handelsberatung mit ihrem Hauptsitz in München und Niederlassungen in Hamburg, Köln, Leipzig und Erfurt berät seit mehr als 60 Jahren Einzelhandelsunternehmen aller Branchen und Größen in Fragen der Marktpositionierung, strategischen Ausrichtung, Expansion und betriebswirtschaftlichen Optimierung. (ts)

Die neue BBE-Studie „Markt:Monitor Garden-Living 2014“ ist zum Preis von 650 Euro plus Mehrwertsteuer zu beziehen unter studien(at)marketmedia24.de, Stichwort: GL 2014.