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Gartenbau 2016: Wo gibt es Hilfen vom Bund?

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Der Klimawandel, die Energiewende, der demografische Wandel oder die rasante digitale Entwicklung haben großen Einfluss auf den Gartenbau. „Deswegen hat mein Haus zusammen mit der Branche die Zukunftsstrategie Gartenbau entwickelt. Damit werden wir den Gartenbau auch in Zukunft leistungsfähig und wettbewerbsstark halten und weiter für internationale Handelsbeziehungen fit machen“, verspricht Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im Interview mit der TASPO. Darin verriet er auch, wo das Bundeslandwirtschaftsministerium den Gartenbau künftig weiterhin unterstützen wird.

Im Interview mit der TASPO stellt sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt Fragen zur Zukunft des Gartenbaus. Foto: BMEL/photothek.net/Thomas Köhler

Wo sehen Sie neue Fördermöglichkeiten – insbesondere mit Blick auf die gemeinsam entwickelte Zukunftsstrategie für den Gartenbau?

Die Zukunftsstrategie hat bekanntlich drei Strategiefelder ausgearbeitet– bei der Unterstützung durch mein Haus habe ich einen Schwerpunkt auf die Bereiche Forschung und Innovation gelegt. Mit der Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau, HortInnova, werden wir gezielt Forschungsfelder identifizieren, die in den nächsten zehn bis 15 Jahren zu umsetzbaren Innovationen in der Praxis führen. Sie soll Anfang 2017 vorliegen. Wie man mit konzertierter Forschung im Gartenbau Herausforderungen erfolgreich beantworten kann, hat das Verbundforschungsvorhaben „Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus“ vorbildlich gezeigt.

Unter Betriebsschließungen wegen ungelöster Nachfolge oder steuerlich günstiger gestellter Aufgabe statt Übergabe leidet der Gartenbau besonders. Wie wollen Sie die verstärkten Betriebsaufgaben aufhalten?

Ich weiß: Viele schwierige Fragen zu einer Betriebsnachfolge können nur innerhalb der Familie gelöst werden. Mit meiner Politik sorge ich innerhalb meiner Ressortzuständigkeit aber für ein faires gesetzliches Umfeld, um Betriebe zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern. Wichtig ist, dass die Betriebsübergabe nicht gegenüber der Betriebsaufgabe steuerlich benachteiligt ist, um Familienunternehmen auch steuerlich eine Perspektive für die nächste Generation zu bieten.

Die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels wird immer größer, dessen Vorgaben strenger und zahlreicher. Was können Sie hier konkret dafür tun, um den Stand des Gartenbaus hier zu unterstützen?

Erzeuger können ihre Marktstellung angesichts einer immer stärkeren Konzentration der Nachfrage im Obst- und Gemüsesektor durch eine Bündelung des Angebots und durch gemeinsame Vermarktung verbessern. Um dies zu erreichen, werden Erzeugerorganisationen mit Hilfe von EU-Mitteln gefördert. Mich stimmt positiv, dass sich Erzeugerorganisationen in Deutschland, gemessen am Wert der vermarkteten Erzeugung, in den letzten Jahren positiv entwickelt haben. Insgesamt konnte eine Steigerung des Organisationsgrades erreicht werden, auch wenn hier sicher noch ungenütztes Potenzial vorhanden ist.


Das komplette Interview mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt lesen Sie in der TASPO 2/2016.