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Gartenbau 4.0: Umsetzung von HortInnova startet

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Gartenbau 4.0: Eine neue Förderrichtlinie des Bundeslandwirtschaftsministeriums ruft auch Gartenbau-Betriebe auf, sich mit Projekten im Bereich Automatisierung, Sensorik und Big Data zu bewerben. Stichtag ist der 6. Dezember.

Anmeldeschluss 6. Dezember: Innovative Projekte im Bereich der Robotik- und Automatisierung, wie hier auf der IPM 2018, will das BMEL fördern. Foto: Katrin Klawitter

Gartenbau zukunftssicher und wettbewerbsfähig machen

Die Förderrichtlinie ist ein erster Schritt zur Fortführung der Forschungsinitiative „HortInnova“. Die Veröffentlichung der Richtlinie bewertet deshalb auch Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), positiv: „Mit der Initiative HortInnova hatte das BMEL den Grundstein gelegt, um den Gartenbau auch langfristig zukunftssicher und damit wettbewerbsfähig zu machen. Jetzt folgt, was der ZVG gefordert hat: Die Umsetzung eines der fünf Forschungsschwerpunkte mit klarer Beteiligung der deutschen Gartenbau-Betriebe.“

Forschungsschwerpunkte von HortInnova

Kurz zur Erinnerung: In seinem im Juli vergangenen Jahres veröffentlichten Abschlussbericht hatte das HortInnova-Projektteam folgende fünf Forschungsschwerpunkte identifiziert:

  • Gartenbau 4.0 (Automatisierung, Sensorik, Big Data)
  • Gartenbau als ressourcenschonende Kreislaufsysteme
  • Pesticide Free Horticulture (Pestizidfreier Gartenbau)
  • Gartenbau als Lieferant von Inhalts- und Rohstoffen
  • Urbaner Gartenbau

Förderung innovativer Vorhaben

Zur Umsetzung von Gartenbau 4.0 als ersten Schritt will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen seines Programms zur Innovationsförderung innovative Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung insbesondere in folgenden Bereichen unterstützen:

  • Entwicklung von Daten-Management-Systemen, durch die Produktinformationen entlang der Wertschöpfungskette bereitgestellt werden.
  • Optimierung und Entwicklung von sensorgesteuerten Lösungen für den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen im Gartenbau. 
  • Optimierung der Produktions- und Arbeitsprozesse sowie die Qualitätssicherung durch Robotik und Automatisierung (teil- und vollautomatische Systeme).

Wissens- und Ergebnistransfer für relevante Zielgruppen

Die Fördermaßnahme Gartenbau 4.0 soll durch ein eigenständiges Vernetzungs- und Transfervorhaben begleitet werden, das organisatorische, fachliche und öffentlichkeitswirksame Aufgaben wahrnimmt, heißt es. Wesentliche Ziele dabei seien eine übergreifende Vernetzung der Akteure, der Aufbau von themenspezifischen Clustern sowie der Wissens- und Ergebnistransfer für relevante Zielgruppen.

Die Durchführung erfolgt in enger Abstimmung mit dem BMEL und dem Projektträger. Bewerbungsschluss für die Fördermaßnahme ist der 6. Dezember 2018.

Die komplette „Richtlinie zur Förderung von Innovationen für einen Gartenbau 4.0“ ist HIER zu finden.