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Gartenbau: „Bedarf an Fachkräften wird weiter steigen“

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Der Beruf Gärtner bleibt mit 5.309 Neuabschlüssen im Ausbildungsjahr 2018/2019 (plus 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) zahlenmäßig der stärkste Agrarberuf. Dennoch macht der Fachkräftemangel auch vor dem Gartenbau nicht Halt, wie der ZVG dazu zu bedenken gibt.

Mit Workshops macht der ZVG derzeit auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin Lust auf den Beruf Gärtner. Foto: ZVG/Rafalzyk

Demografischer Wandel und höhere berufliche Anforderungen

„In den kommenden Jahren wird der Bedarf an Fachkräften im Gartenbau weiter steigen. Gründe dafür sind die höheren, teils veränderten beruflichen Anforderungen und der fortschreitende Demografiewandel“, macht Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbands Gartenbau (ZVG), deutlich.

Mit seiner Nachwuchswerbekampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ setze der Verband genau an diesem Punkt an, so Fleischer. „Wir holen potenzielle Auszubildende mit zielgruppengerechter Ansprache und kreativen Aktionen am Nerv der Zeit ab.“

ZVG wirbt auf Grüner Woche für Beruf Gärtner

Aktuell etwa bietet der Zentralverband Gartenbau im Rahmen der noch bis zum 27. Januar laufenden Internationalen Grünen Woche in Berlin Workshops zum Beruf Gärtner an, die bereits mehrere hundert Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 13 begeistert hätten. Betriebe, Auszubildende und Institutionen aus der Grünen Branche unterstützen laut ZVG die Aktionen, um den Beruf Gärtner authentisch zu kommunizieren.

Insgesamt 5.309 neue Verträge wurden im Ausbildungsjahr 2018/2019 für den Beruf Gärtner abgeschlossen, wie eine aktuelle Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) belegt. Genauer betrachtet zeigt die Erhebung des BIBB zur Zahl der neuabgeschlossenen Ausbildungsverträge im Beruf Gärtner mit Stichtag zum 30. September 2018 eine weitere Zunahme des GaLaBau-Anteils.

GaLaBau legt zu, Zierpflanzenbau verliert

Mit aktuell 3.879 Neuabschlüssen (2017: 3.796) von insgesamt 5.309 im Beruf Gärtner baut der Garten- und Landschaftsbau der Erhebung zufolge seinen Anteil von 71,99 Prozent im Jahr zuvor auf nun 73,06 Prozent aus. Leicht zugelegt haben demnach auch die Fachrichtungen Friedhofsgartenbau mit aktuell 181 Neuabschlüssen (2017: 178) und Stauden mit 92 (2017: 74).

Leichte Verluste verzeichnen dagegen die übrigen Fachrichtungen im Beruf Gärtner:

  • Zierpflanzenbau: 642 Neuabschlüsse (2017: 673)
  • Baumschulen: 270 Neuabschlüsse (2017: 283)
  • Gemüsebau: 177 Neuabschlüsse (2017: 189)
  • Obstbau: 68 Neuabschlüsse (2017: 80)