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Gartenbau-EXPO: Richtfest für deutschen Beitrag

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„Seeding the Future“ (zu Deutsch: die Zukunft säen): Unter diesem Motto steht der deutsche Beitrag zur Gartenbau-Weltausstellung 2019 in Peking. Entstehen soll eine Gartenlandschaft mit unterschiedlichen Naturräumen der Bundesrepublik. Gestern wurde Richtfest gefeiert.

Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel beim Richtfest des deutschen Beitrags zur Gartenbau-EXPO 2019 in Peking. Foto: BMEL/Jochen Utecht

2.000 Quadratmeter für deutschen EXPO-Beitrag

Als eine „Rundreise durch Deutschlands Vegetationszonen“ kündigen die Verantwortlichen den deutschen Ausstellungsbeitrag zur International Horticultural Exhibition im kommenden Jahr an. Dazu wird auf insgesamt rund 2.000 Quadratmetern Grundfläche eine Gartenlandschaft realisiert, die von den Küsten über die Heide, Mittelgebirge und Voralpen bis in die Alpen führen soll.

Ergänzt wird der deutsche EXPO-Beitrag durch einen 425 Quadratmeter großen Pavillon mit begrünten Fassaden, in dem die Grundlagen und Entwicklungen der deutschen Gartenkultur mit Fokus auf die „lebenswerte grüne Stadt“ gezeigt werden sollen.

Neue Wege und Verfahren im modernen Gartenbau

Neue Wege und Verfahren, mit denen der moderne Gartenbau positiv auf eine nachhaltige Entwicklung von Groß- und Megastädten wirken kann, gibt es in einer separaten Ausstellung zu sehen – von innovativen Materialien für den Gartenbau über neue Forschungsprojekte zu Lebensmittel-Ressourcen bis hin zu aktuellen Trends wie Urban Gardening in Großstädten.

Am Beispiel der Stadt Essen und der Region wird im deutschen Pavillon zudem die erfolgreiche Renaturierung eines Industriereviers und dessen Umwandlung zu einer „Grünen Hauptstadt Europas“ dargestellt. Diesen Titel trug die Ruhrmetropole im vergangenen Jahr.

Urbanisierung und Mega-Cities als globale Herausforderung

„Die zunehmende Urbanisierung und der Anstieg der Mega-Cities stellen eine globale Herausforderung dar. Darum ist es wichtig, dass China die internationale Gemeinschaft zu dieser Thematik auf einer Gartenbau-EXPO versammelt, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Hier wird sich Deutschland mit all seiner Erfahrung und Kompetenz einbringen“, erklärte Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMEL und Generalkommissar des deutschen EXPO-Beitrags, gestern beim Richtfest.

Deutschland zähle im Gartenbau weltweit zu den führenden Nationen – und diese Leistungsstärke wolle die Bundesrepublik auf der Weltausstellung auch demonstrieren. „Wir werden neue Technologien und innovative Lösungen vorstellen, die einen wichtigen Beitrag für einen zukunftsorientierten und nachhaltigen Weg hin zur Green City leisten können“, so Fuchtel. Ganz besonders freue man sich daher über die aktive Mitwirkung der Branche.

Gartenbau-Weltausstellung am Fuß der Chinesischen Mauer

Die International Horticultural Exhibition 2019 findet vom 29. April bis zum 7. Oktober in Peking, genauer gesagt rund 75 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums im Bezirk Yanqing direkt am Fuß der Chinesischen Mauer statt. Getreu dem Ausstellungsmotto „Live Green, Live Better“ soll der Fokus auf den Auswirkungen der weltweit fortschreitenden Urbanisierung auf die Ökosysteme liegen.

Die Veranstalter der Gartenbau-EXPO rechnen mit 100 teilnehmenden Nationen und internationalen Organisationen und erwarten über 16 Millionen Besucher auf dem rund 500 Hektar umfassenden Ausstellungsgelände.