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Gartenbau: Glyphosat sachlich diskutieren

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Experten diskutierten vor dem Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft das Thema Glyphosat. Die Positionen der Referenten des Bundesinstituts für Riskobewertung (BfR) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterschieden sich dabei erheblich. Hinsichtlich der Diskussionsrunde mahnt der Zentralverband Gartenbau erneut eine sachliche Erörterung des Themas an.

Der ZVG stützt die Aussagen des BfR im Hinblick auf die Risikobewertung von Glyphosat. Foto: Fotolia countrypixel

Zentralverband Gartenbau: „BfR anerkannt kritisch“

Der ZVG betont, dass die abschließende Bewertung der Europäischen Behörde für Lebens-mittelsicherheit (EFSA) und die Entscheidungen der EU-Kommission weiterhin abzuwarten bleibt. ZVG-Präsident Jürgen Mertz: „Das BfR ist eine anerkanntermaßen kritische und unabhängige Behörde im Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln. Ihre Glaubwürdigkeit basiert auf wissenschaftlichen Bewertungen.“

Das BfR wies in der Diskussionsrunde, die öffentlich zugänglich geführt wurde, auf die unterschiedlichen Bewertungsansätze hin: das BfR und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nehmen gegenüber einer gefahrenbezogene Einstufung des WHO eine weitergehende Risikobewertung vor, bei der ein Gefahrenpotenzial auch in Bezug auf die Stoffaufnahme bei sachgerechter und bestimmungsgemäßer Anwendung in der Landwirtschaft berücksichtigt wird.

Glyphosat: bei sach- und bestimmungsgemäßer Anwendung keine Gefahr

„Nach Prüfung und Bewertung sämtlicher vom IARC aufgeführter Studien kommt das BfR weiterhin zu dem Schluss, dass bei sach- und bestimmungsgemäßer Anwendung in der Landwirtschaft nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis keine gesundheitliche Gefährdung durch Glyphosat zu erwarten ist“, ist sich Referent Prof. Dr. Dr. Hensel, Präsident des BfR, sicher.