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Gartenbau: Hagel-Schäden in Millionenhöhe

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Starke Hagelunwetter haben im Gartenbau Schäden in Millionenhöhe hinterlassen. Am stärksten betroffen ist der Gartenbau-Versicherung (GV) zufolge der Westen Nordrhein-Westfalens, wo dicke Hagelkörner verschiedene Gewächshäuser zu Bruch gehen ließen. Der größte Einzelschaden wird auf rund 800.000 Euro beziffert.

Hagel verursacht im Gartenbau in NRW rund drei Millionen Euro Schaden

Insgesamt liegen der Gartenbau-Versicherung aus NRW bislang 126 Schadenmeldungen vor, wobei Erkelenz, Mönchengladbach, Kevelaer und Hörstel am schwersten getroffen wurden. Während vor allem Gewächshäuser durch dicke Hagelkörner zum Teil erhebliche Schäden erlitten haben, hält sich der Schaden an Freilandkulturen in Grenzen. Den versicherten Gesamtschaden in diesem Gebiet schätzt die GV nach bisheriger Kenntnis auf etwa drei Millionen Euro.

Hagelkörner mit bis zu zehn Zentimetern Durchmesser richteten zudem in der niederländischen Provinz Nord-Brabant östlich von Eindhoven beziehungsweise westlich von Venlo erhebliche Schäden an. Rund 160 Hektar Gewächshausfläche sind beim heftigsten Hagelunwetter seit langer Zeit in der genannten Region in Mitleidenschaft gezogen worden. Entsprechend soll der gesamte Schaden hier bei mindestens 100 Millionen Euro liegen.

Auch Gewächshäuser im niederländischen Gartenbau vom Hagel zerstört

Der bei der GV versicherte Gesamtschaden beläuft sich in den Niederlanden auf etwa 20 Millionen Euro. 14 Schadenmeldungen liegen der Gartenbau-Versicherung bislang aus dem niederländischen Gartenbau vor. Betroffen sind den Angaben zufolge rund 45 Hektar Gewächshausfläche von bei der GV versicherten Betrieben mit Gemüsekulturen, Zierpflanzen und Schnittblumen.

„Die ‚Schlagseiten‘ der Gewächshäuser sind oft nahezu ausgeglast. Auch Einscheibensicherheitsglas (ESG) ging in großen Mengen zu Bruch“, resümiert die Gartenbau-Versicherung. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten in den betroffenen Betrieben sowie die Schadenfeststellungen sind laut GV sowohl in den Niederlanden als auch in Nordrhein-Westfalen in vollem Gang.