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NL-Blumenzwiebelproduktion: Relativ hohe Einkommen

Die Blumenzwiebelproduzenten in Holland erreichten 2007 ähnlich hohe Betriebseinkommen wie im Jahr zuvor, schätzt das Landbauökonomische Institut (LEI) in seiner Studie. Das durchschnittliche Betriebseinkommen des Blumenzwiebelanbaus werde 2007 etwa 90.000 bis 110.000 Euro betragen. 2006 waren es 99.000 Euro, in dem für diesen Sektor schlechten Jahr 2005 dagegen nur 26.000 Euro. Wie in anderen Sektoren des holländischen Gartenbaus sank auch bei den Blumenzwiebelproduzenten die Zahl der Betriebe in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich, während die verbliebenen Betriebe größer wurden. 1990 bauten 3.690 Betriebe Blumenzwiebeln an, 2007 waren es noch 2.050 Betriebe (geschätzte Zahl). Von den insgesamt 23.660 Hektar sind gut 45 Prozent mit Tulpenzwiebeln und etwas mehr als ein Fünftel mit Lilienzwiebeln belegt. Bei diesen beiden Hauptkulturen wurde das Areal in den letzten drei Jahren vergrößert, während Iris und Narzissen etwas weniger zum Zuge kamen. Markantester Einflussfaktor aus kulturtechnischer Sicht war in 2007 das trockene und sonnige Frühjahr. Die Frühlingsblüher Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Krokus kamen ungewöhnlich schnell in Gang. Trotz wechselhafter Witterung im Mai und Juni war die Ernte bei diesen Blumenzwiebeln 2007 früher als üblich. Qualitätsprobleme gab es durch Nässe zum Erntezeitpunkt. Das Trocknen der Tulpenzwiebeln dauerte vergleichsweise lange. Generell gab es hohen Krankheitsdruck. Dies führte auch zu Ausfällen, was sich aber preissteigernd auswirkte. Die Anbausaison für sommerblühende Blumenzwiebeln (Lilien, Gladiolen, Dahlien, Zantedeschien) verlief normal. Über die Preise der Lilienzwiebel sind die Anbauer wenig zufrieden. Da macht sich der Angebotsdruck - insbesondere bei den Orientalischen Hybriden - bemerkbar.