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Gartenbau leistet „Beitrag für lebenswerte Umwelt“

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Der Gartenbau trägt maßgeblich zur Lösung von Umweltproblemen bei, sagt ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann. In privaten Gärten, städtischen Grünanlagen, Friedhöfen und Alleen leisten die Produkte des Gartenbaus ihm zufolge einen „herausragenden Beitrag für lebenswerte Umwelt“.

Bebauung mit attraktivem Park kombiniert – Hartmut Weimann nannte hierzu das Beispiel der Bundesgartenschau Heilbronn. Foto: Edwin Hanselmann

Gartenbau setzt sich mit Biodiversität und Co. auseinander

Intensiv setze sich der Gartenbau mit den wichtigen Aspekten rund um den Schutz von Wasser, Boden und Luft sowie der Biodiversität auseinander. Der Vizepräsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) sprach dies am 13. Februar beim Zierpflanzen-Infonachmittag in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg an. Hierbei erwähnte Weimann auch, wie notwendig die gartenbauliche Forschung sei. Sie könne helfen, mit dem Klimawandel verbundene enorme Herausforderungen zu bewältigen.

Mit Blick auf den Schwerpunktkomplex der Heidelberger Veranstaltung hob der ZVG-Vize hervor, wie wichtig nachhaltige Produktionsmethoden nicht zuletzt beim Schutz der gärtnerischen Kulturpflanzen sind. „Der integrierte Pflanzenschutz ist die Zukunft!“, so Weimann. Allerdings werde es immer weniger Wirkstoffe geben. Dadurch komme es verstärkt zu Resistenzen, welche bewältigt werden müssten.

Dünger und Substrate neben Pflanzenschutz im Fokus

Neben dem Pflanzenschutz stehen Dünger und Substrate im Blickpunkt. Angesichts der Diskussionen um den Torf reagiere die Branche mit torfreduzierten, sofern möglich auch mit torffreien Substraten. Es gelte, Torfersatzstoffe zu finden, zu testen und in der Praxis zu erproben. Insbesondere müssten sie auch in ausreichendem Maße dauerhaft verfügbar sein. Mit „technischen Finessen“ könne es die Produktion schaffen, mit torffreien oder torfreduzierten Substraten erfolgreich zu arbeiten.

Jedoch dürfe hierbei die Weiterverwendung der Produkte beim Verbraucher nicht aus den Augen verloren werden. Die Beet- und Balkonpflanzen sollen den ganzen Sommer über prächtig blühen. Sollte dies nicht funktionieren, gebe der Verbraucher die Schuld derjenigen Gärtnerei, in der die Pflanzen gekauft worden sind.

Gartenbau muss sich für grüne Stadtentwicklungen stark machen

Die Urbanität nehme weiter zu, sagte Weimann mit dem Stichwort „Grüne Städte“. Dass in Heilbronn mit der Bundesgartenschau 2019 ein zuvor über längere Zeit brachliegendes Areal zu einem attraktiven Park umgewandelt wurde und dort nun Bebauung erfolgt, sieht er als beispielhaft. Leider wäre die Reihenfolge in den meisten Fällen aber umgekehrt. Es werde „wie wild gebaut“, und hinterher suche man krampfhaft nach etwas Fläche für einen Baum oder ein wenig Grün. Der Gartenbau, so stellte Weimann heraus, müsse sich für grüne Stadtentwicklungen stark machen. Dies gelte gleichermaßen für den Garten- und Landschaftsbau.

Mehr zum Infonachmittag Zierpflanzenbau in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg lesen Sie in der TASPO 9/2020, die in unserem Online-Shop abrufbar ist.

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