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Gartenbau: „Umfangreiches Fachwissen reicht nicht mehr aus“

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Nachwuchskräfte im Gartenbau mit praxisorientiertem Wissen und neuen Ideen fit für die Zukunft machen: Dieses Ziel hat sich die Landgard Stiftung auf die Fahnen geschrieben und bietet unter anderem den Zertifikatslehrgang „Betriebswirt im Produktionsgartenbau“ an. 18 frische Absolventen konnten jetzt in Straelen verabschiedet werden.

Nach erfolgreich bestandener Prüfung zum „Betriebswirt im Produktionsgartenbau“ konnten die 18 Lehrgangsteilnehmer jetzt von Willi Andree, Kuratoriumsvorsitzender der Landgard Stiftung, und Torsten Wolf, Beratungsleiter und Berater für Betriebswirtschaft der Landwirtschaftskammer NRW, im Straelener Hof ihre Zertifikate entgegennehmen. Foto: Landgard/Lina Nikelowski

Lehrgang parallel zur täglichen Arbeit im Gartenbau

Fünf Monate lang hatten die Lehrgangsteilnehmer – Erzeugerinnen und Erzeuger aus dem gesamten Bundesgebiet – parallel zu ihrer täglichen Arbeit gebüffelt und sich auf die Abschlussprüfung vorbereitet.

„Themen wie Mitarbeiterführung, Kommunikation & Rhetorik, Teamentwicklung & Zeitmanagement oder Vermarktungsstrategie stehen an den insgesamt elf Veranstaltungstagen ebenso im Fokus wie zum Beispiel Finanzierung, Kostenrechnung, Bilanzen, Steuern, Arbeits- und Vertragsrecht“, erklärt Carsten Tovenrath, der den Zertifikatslehrgang „Betriebswirt im Produktionsgartenbau“ als Verantwortlicher für Personalentwicklung bei Landgard begleitet.

Zwei Jahre Berufserfahrung Voraussetzung für Teilnahme

Den Lehrgang hatte die Landgard Stiftung zusammen mit dem Landesverband Gartenbau Rheinland, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und dem Bildungszentrum Gartenbau Essen bereits zum dritten Mal in Folge durchgeführt. Die Teilnehmer müssen dank finanzieller Förderung durch die Stiftung lediglich einen Eigenanteil von 195 Euro pro Person leisten.

Zugangsvoraussetzung für „Betriebswirt im Produktionsgartenbau“ sind dabei mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung und ein Bachelor-, Master-, Meister- oder Agrarbetriebswirt-Abschluss. Idealerweise sollten Teilnehmer zudem erste Erfahrungen als Betriebsleiter eines Gartenbau-Unternehmens haben oder sich auf die Übernahme eines Betriebs vorbereiten.

Neuauflage von „Betriebswirt im Produktionsgartenbau“ geplant

„Umfangreiches Fachwissen zu grünen Themen reicht heute nicht mehr aus, um einen Betrieb erfolgreich in die Zukunft zu führen. Darum hat es sich die Landgard Stiftung gemeinsam mit Partnern zum Ziel gemacht, Nachwuchskräfte der Branche mit wertvollem praxisorientierten Wissen und neuen Impulsen und Ideen fit für die Zukunft zu machen“, so Tovenrath.

Aufgrund der großen Nachfrage nach dem Zertifikatslehrgang „Betriebswirt im Produktionsgartenbau“ – auch im dritten Jahr überstieg der Landgard Stiftung zufolge die Zahl der Bewerber deutlich die maximal mögliche Teilnehmerzahl – laufen bereits erste Beratungen für eine Neuauflage des Kurses ab diesem Herbst. Bestätigt sehen sich die Organisatoren zudem durch positive Rückmeldungen von Kooperationspartnern und Teilnehmern.

Nachwuchsförderung als Investition in Zukunft des Gartenbaus

„Die Zusammenarbeit und damit das gemeinsame Engagement zur Nachwuchsförderung und betriebswirtschaftlichen und gartenbaulichen Aus- und Weiterbildung zeigt, wie wichtig Landgard und die Landgard Stiftung das Thema Nachwuchsförderung nehmen“, betont Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG. „Wir sehen dies als eindeutige Investition in die Zukunft des Gartenbaus, gerade in unserer Kernregion.“