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Gartenbau und EU-Politik im Gespräch

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Europapolitische Themen rund um den Gartenbau standen im Mittelpunkt des parlamentarischen Abends. Der erweiterte Vorstand des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) hatte Politiker der EU und Bundesländer in die Bayerische Landesvertretung in Brüssel eingeladen.

Susanne Melior, Ministerin des Europäischen Parlaments, findet Gefallen an der Imagekampagne für den Gartenbau. Foto: ZVG

Gartenbau: Wirtschaftsfaktor und Ausbildungsbereich

„Neben dem Gartenbau als Wirtschaftsfaktor und Ausbildungsbereich trägt unser Berufsstand zu gesunder Ernährung bei. Er trägt dazu bei, dass Städte grün sind und grüner werden. Er erhält eine Erinnerungskultur und er schafft natürlich schöne Augenblicke“, sagte ZVG-Präsident Jürgen Mertz.

Auch auf die Tragweite der europäischen Gesetzgebung für den deutschen Gartenbau wies der Verbandspräsident hin. „Europa prägt den deutschen Gartenbau und seine kleinen und mittelständischen Betriebe maßgeblich, sei es bei Fragen des Pflanzenschutzes, der Pflanzengesundheit, beim Import und Export, sei es bei der Dienstleistungsfreiheit, der Abfallbewirtschaftung oder arbeitsrechtlichen Fragen wie Gesundheit am Arbeitsplatz oder der Entsenderichtlinie“, erklärte Mertz.

Auch in EU-Forschungsprojekten müsse deutlicher auf den Gartenbau in Deutschland eingegangen werden. Außerdem stellte Mertz die Imagekampagne „Natürlich schöne“ Augenblicke erstmals auf EU-Ebene vor.  

EU-Politik: Europäisches Netzwerk für ländliche Entwicklung

Matthias Langemeyer, Mitglied der EU-Kommission Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, stellte das Europäische Netzwerk für ländliche Entwicklung vor. Die Mitglieder des Netzwerks tauschen Ideen und Erfahrungen aus, wie sich ländliche Entwicklungspolitik handfest verwirklichen lässt. Auch Verbesserungsansätze werden diskutiert. Forschungsbedarf soll die Europäische Innovationspartnerschaft AGRI aufdecken und mit den Ergebnissen Hürden in der Praxis überwinden.