Alle News

Gartenbau: Weniger Lohn für Flüchtlinge?

, erstellt von

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sieht den Mindestlohn für Flüchtlinge, die im Gartenbau arbeiten, aufgrund mehrerer Faktoren nicht zwingend gegeben. Er wolle aber keinesfalls billige Ersatzkräfte für die Wirtschaft schaffen.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will bei gegebenen Voraussetzungen die Sense beim Mindestlohn für Flüchtlinge ansetzen, die im Gartenbau beschäftigt sind. Foto: Fotolia Big Face

Kein Mindestlohn bei Schwierigkeiten mit der Verständigung

In einem Interview mit der Osnabrücker Zeitung sagte Schmidt, dass keine Bezahlung nach dem Mindestlohn für Flüchtlinge möglich sei, wenn sich diese in der Anlernphase befänden oder noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hätten.

Grundlage für die Aussage des Landwirtschaftsministers bildet eine Erhebung der Agentur für Arbeit.  Bisher seien dort im Landwirtschafsbereich und für den Gartenbau überwiegend nicht ausgelernte Kräften registriert. Reiner Hofmann, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes lehnt Vorstöße, den Mindestlohn überhaupt abzuändern runderaus ab.

Flüchtlinge: Ausbildung im Gartenbau

Auch in der TASPO wurde das Thema, „Flüchtlinge im Gartenbau beschäftigen“ bereits mehrmals thematisiert. Unternehmen aus dem Gartenbau sind seit Jahren auf der Suche nach Fachkräften. Deshalb bemüht sich die Branche darum, Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zu schaffen, auch wenn die Beschäftigung aufgrund der oft befristeten Aufenthaltsgenehmigung Fragen aufwirft.

Mehr zum Thema lesen Sie im Interview mit Olaf Strübing vom Flüchtlingsrat Niedersachsen. Das gesamte Interview von Christian Schmidt mit der Osnabrücker Zeitung lesen Sie hier.