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Gartenbau-Zulieferer Schneider als behindertenfreundlicher Arbeitgeber geehrt

Die Helmut Schneider GmbH in Künzelsau wurde vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) als "beispielhaft behindertenfreundlicher Arbeitgeber" geehrt. Das Unternehmen in Künzelsau ist Zulieferer für den Gartenbau, bekannt unter anderen für das Produkt Easypot.

Bei seiner Betriebsgröße wäre das Unternehmen gesetzlich nicht dazu verpflichtet, schwerbehinderte Menschen einzustellen. Doch von den 13 Beschäftigten der Firma sind zwei behindert. Außerdem sind bei Helmut Schneider GmbH Sonderschüler und Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen als Praktikanten tätig.

In einer Feierstunde am 30. November übergab KVJS-Verbandsdirektor Roland Klinger die Auszeichnungs-Urkunde an Geschäftsführer Helmut Schneider. Er hob auch die Zusammenarbeit der Firma Schneider mit dem KVJS-Integrationsamt und seinem Integrationsfachdienst hervor.

Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg zeichnet beispielhafte behindertenfreundliche Arbeitgeber aus, um deren herausragendes soziales Engagement zu würdigen und publik zu machen. In diesem Jahr wurden landesweit sechs Arbeitgeber geehrt.

Das Integrationsamt des KVJS ist für die Förderung, Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen nach dem Schwerbehindertenrecht zuständig. Dazu gehört auch die Erhebung der Ausgleichsabgabe, die von Arbeitgebern ab 20 Beschäftigten monatlich zu entrichten ist, wenn sie nicht genügend schwerbehinderte Mitarbeiter beschäftigen.

Die Ausgleichsabgabe ist gestaffelt und liegt je nach Beschäftigungsgrad zwischen 105 und 260 Euro pro nicht besetztem Schwerbehinderten-Arbeitsplatz. Sie soll zum einen Arbeitgeber anhalten, schwerbehinderte Mitarbeiter einzustellen und zum anderen Arbeitgeber, die ihrer Verpflichtung nachkommen, unterstützen.