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Gartenbauerhebung: Erste Ergebnisse bestätigen Strukturwandel

Nach über zehn Jahren Pause gab es im vergangenen Jahr wieder eine bundesweit durchgeführte Gartenbauerhebung. Das Gesamtergebnis ist laut Statistischem Bundesamt zwar erst Mitte des Jahres zu erwarten, inzwischen liegen aber schon Einzelergebnisse von den Landesämtern in Schleswig-Holstein/ Hamburg, Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen vor. Sie bestätigen den Strukturwandel im Gartenbau mit der Tendenz zu weniger Betrieben mit mehr Fläche.

Teilweise hat aber auch die Gesamtfläche für Gartenbauprodukte zugelegt, bedingt durch den Einstieg von Landwirten in den Gemüseanbau, so das Statistische Landesamt in Sachsen. Allerdings sind die Zahlen, erläutert die Behörde weiter, nicht ganz vergleichbar mit der Erhebung 1994, weil sich die "Abschneidegrenzen", bis zu denen die Betriebe erfasst werden, erhöht haben. Allein dadurch weist die Statistik also schon weniger Betriebe aus. Erfasst wurden alle Betriebe mit gärtnerischen Produkten zum Verkauf sowie Betriebe mit einer gärtnerischen Nutzfläche für Erwerbszwecke im Freiland von mindestens 15 Ar in 1994 und mindestens 30 Ar in 2005. Unter Glas-Betriebe mussten 1994 noch ab ein Ar melden, drei Ar sind die Grenze 2005.

Den Zahlen zufolge gab es 2005 in Schleswig-Holstein/Hamburg 2210 Betriebe mit Gartenbaukulturen, in Rheinland-Pfalz 2677 Betriebe mit Gartenbau, in Baden-Württemberg 9600 Betriebe mit Gartenbauproduktion, in Brandenburg 801 Betriebe mit Gartenbaukulturen und in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 224 Betriebe mit Gartenbau. Wie viele davon mehr als 50 Prozent mit dem Gartenbau erwirtschaften