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Gartenbauverbände in NRW planen eine Fusion

Kein Zwang, kein wirtschaftlicher Handlungsbedarf, aber ein logischer weiterer Schritt, so soll der weitere Weg in eine Fusion der Gartenbau-Verbände in Nordrhein-Westfalen führen. Bei den Schwesterverbänden des GaLaBaus habe dieser Prozess zehn Jahre gedauert, für den Gartenbau soll das jetzt möglichst schneller gehen.

Ein Weg, so betonte Heinrich Hiep, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Rheinland, den man nicht aus Notwendigkeit, sondern aus eigener Stärke heraus geht. Schon jetzt klappe die Zusammenarbeit so gut wie nie zuvor, betonte er bei der Verbandsausschuss-Sitzung vergangene Woche in Jüchen auf Schloss Dyck. Der Entschluss dazu sei richtig und notwendig, und alle Beteiligten sollten dafür sorgen, dass man vom ersten Tag an auf diesen neuen fusionierten Verband stolz sein kann.

Er stellte aber auch klar, dass der Leistungsstandard zu den Mitgliedern und auch die Art, wie die Rheinländer ihren Verband führen, unangetastet bleibt. Ein Zusammenschluss soll alle nach vorn bringen, er muss nachhaltig den Verband stärken. Außerdem gehe es nicht darum, die Mitgliedsbeiträge zu senken. Die Leistungssicherung habe Priorität und nicht eine Kostenminimierung, betonte Hiep. Eine nächste gemeinsame Vorstandssitzung mit den Westfalen werde es kommende Woche unter der Moderation von Unternehmensberaterin Dr. Marianne Altmann geben.

Hiep verdeutlichte die Zahlen: So habe der neue Verband nach der Fusion zwischen Niedersachsen und Nordwest jetzt 759 Mitglieder, etwa gleich groß wie die in Bayern, Westfalen-Lippe oder Württemberg, alle anderen sind deutlich kleiner. Viele haben in den letzten 18 Jahren Mitglieder verloren, teilweise bis zu 33 Prozent. Rheinland dagegen verzeichnet ein Minus von 7,6 Prozent und kann Jahr für Jahr immer noch wieder neue Mitglieder dazu gewinnen. Aktuell sind im Rheinland 1.102 ordentliche Mitglieder verzeichnet, in Westfalen-Lippe 729.