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Gartenbauverband Baden-Württemberg schlägt Alarm

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Die Gewächshäuser stehen aktuell voll. Millionen von Pflanzen warten darauf, verkauft zu werden, doch aktuell sind die Absatzkanäle noch zu. Der Gartenbauverband Baden-Württemberg hat unterdessen Alarm geschlagen, dass unzähligen Pflanzen der Kompost drohe.

Die Gewächshäuser stehen voll, doch der Platz wird für die nächsten Kulturen benötigt. Foto: Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen

Platz in den Gärtnereien wird dringend benötigt

Verbände, Produzenten und auch einige Politiker haben sich bereits für eine Öffnung des grünen Fachhandels ausgesprochen. In Baden-Württemberg hat der Gartenbauverband kürzlich nochmals Alarm geschlagen und die dringend benötigte Öffnung von Gärtnereien, Gartencentern und Floristikfachgeschäften angemahnt, da die Gewächshäuser des Bundeslandes aktuell voll stehen. Die Pflanztische stehen momentan noch voll mit Primeln und Co. Allerdings werde der Platz in naher Zukunft dringend für die Aufzucht von Sommer-Beet- und Balkonware, sowie Kräuter- und Gemüsejungpflanzen benötigt. Den Frühjahrsblühern drohe daher bald der Kompost, obwohl die Gärtner seit August des vergangenen Jahres viel Arbeit, Emotionen und auch Geld in die Aufzucht investiert haben.

„Unsere Betriebe müssen dringend öffnen!“

„Unsere Branche produziert verderbliche Ware – und die dürfen wir nicht abverkaufen! Unsere Betriebe müssen dringend wieder öffnen“, fordert Gerhard Hugenschmidt, Präsident des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen. Bestärkt wird Hugenschmidt durch CDU-Politiker und Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf. „Pflanzen, die über Monate herangezüchtet wurden, müssten schon bald tonnenweise entsorgt werden. Ich finde es schon bemerkenswert, dass die Floristikbranche die einzige Branche ist, die verderbliche Ware anbietet und trotzdem nichts verkaufen darf“, zitieren die Badischen Neuesten Nachrichten Wolf. Laut Gartenbauverband habe man lange Verständnis für die Corona-Maßnahmen gezeigt und diese auch mitgetragen. Auch finanzielle Verluste wurden bisher zum Teil hingenommen und nicht beklagt. Allerdings sehe man nun die Dringlichkeit einer Öffnung und verweist auf die immer weiter sinkenden Inzidenzzahlen im Bundesland.

Lokaler Einzelhandel erweitert Sortiment

Während in anderen Bundesländern den Gärtnereien bereits wieder erlaubt wird zu öffnen, muss der grüne Einzelhandel in Baden-Württemberg untätig zusehen, während der lokale Einzelhandel das Blumen- und Pflanzensortiment immer weiter ausweitet. Hochwertiger Gärtnerware drohe währenddessen der Kompost und die Bevölkerung Baden-Württembergs könne sich nicht mit regional produzierten Jungpflanzen eindecken. Weiterhin verweist man beim Gartenbauverband auf den verantwortungsvollen Umgang mit den Corona-Schutzmaßnahmen der Betriebe. Die großzügigen Räumlichkeiten mit guter Belüftung, sowie die Gewächshäuser oder Außenflächen kommen der Umsetzung der Hygienekonzepte sehr entgegen. „Der Druck nimmt weiter zu, die Zeit drängt! Wir bitten die Landesregierung noch einmal inständig, die Situation unserer Betriebe differenziert zu betrachten, die Öffnung zu erlauben und so den Abverkauf der eigens produzierten Ware über die Endverkaufsgärtnereien, Gartencenter und Blumenläden zu ermöglichen“, so Hugenschmidt.

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