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Gartencenter: Umsatz funktioniert auch auf kleinerer Fläche

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Michael Löschau ist etwas in der Branche sehr Seltenes gelungen: Der gelernte Florist eröffnete ein mit 2.000 Quadratmetern flächenmäßig recht kleines neues Gartencenter in einem frequenzstarken Gewerbe- und Einkaufsgebiet – und kombinierte das Konzept der Sagaflor „grün erleben“-Gruppe mit eigenen Ideen. Sein „Oldenburger Wohngarten“ könnte trendgebend für kleinflächigere Gartencenter sein.

Löschaus Erfolgskonzept: Ware mit Pflanzen zusammenbringen

Den „Löschau-Style“ nennt er die eigenen Elemente selber. Allem voran steht die Pflanze, die es bei Löschau nicht einfach so gibt – er präsentiert sie mit passenden Gefäßen und Accessoires, in Themenwelten, die dem Kunden die Pflanze quasi nach Hause bringen. „Genau das ist es, was Löschaus Erfolgskonzept ausmacht“, sagt Carsten Markus, grün erleben-Markenleiter der Sagaflor: „Er bringt Ware mit Pflanzen zusammen. Und zwar auf einer Meta-Ebene, die den Kunden ganz besonders anspricht.“

Die Ware ist bei Löschau in der Wohnwelt des Kunden inszeniert, selbst simple Erdensäcke – bei Löschau ausschließlich Eigenmarke und im handlichen Mitnahmepack – finden sich, attraktiv inszeniert, vor einer geschaffenen Backsteinwand. Löschau zieht konsequent seinen eigenen Stil durch, den man schon aus seinem Floristik- und Innenraumbegrünungs-Geschäft im Stadtgebiet Oldenburg kennt: Stylisch, besonders und schön inszeniert, nie mit Zuviel einer Ware überladen.

Neuer „Oldenburger Wohngarten“ mit hervorragenden Zahlen

Dass das Konzept des erst im April neu eröffneten zweiten Standorts von Michael Löschau funktioniert, zeigen nicht nur die Zahlen – sondern auch der Blick in die Einkaufswagen der Kundinnen: Denn dort findet sich eben jene Pflanze gleich passend mit dem dazugehörigem Accessoire.

Nun hat, wie Carsten Markus es ausdrückt, der neue „Oldenburger Wohngarten“ noch „Welpenschutz“, genießt den Erfolg des Neuen bei den Kunden und den guten Startzeitpunkt zum Beginn der Beet- und Balkonpflanzen-Saison. Dennoch sieht es so aus, als ob Löschau die bisher hervorragenden Zahlen auch weiter und durchs Sommerloch hindurch schreiben wird. „Gerade durch seine Inszenierung von Indoor-Pflanzen wird Löschau den dann fehlenden Saisonanteil auffangen können“, ist Markus überzeugt.

„Gartencenter 4.0“: neues Kleinflächenkonzept der Sagaflor

Alles in allem zeigen die Oldenburger Wohnwelten es deutlich: Auch auf kleinerer Fläche lässt sich mit einem auf den Kunden gerichteten, exklusiveren Angebot guter Umsatz machen. „Gartencenter 4.0“ nennt Sagaflor dieses neue Kleinflächenkonzept intern – und ist sich sicher, dass es auch für andere kleinere Center gut funktionieren wird. Wichtig dabei: „Alles rankt sich um die Pflanze herum“, sagt Markus, der froh ist, dass sich die von ihm mitentwickelten Sagaflor-Innengestaltungsideen nun auch hier bei Löschau bewähren: „Der Kunde mag diesen edlen Style.“

Wesentlich, das wird gerade bei Löschau mit seiner geringen Platzgröße deutlich, ist die Konzentration der Sortimente. Eine weitere Stärke, die Löschau ebenfalls sehr beispielgebend umgesetzt hat, ist der Regionalaspekt. Der wird schon äußerlich durch große Bilder von Oldenburg deutlich, zieht sich über den Unternehmensnamen bis zum Blumen- und Pflanzensortiment, das Löschau, wenn möglich, von regionalen Anbietern bezieht. Die Botschaft, die der Florist überall setzt: „Ich bin Oldenburger, Oldenburg ist deine und unsere Stadt, ich bin einer von euch.“

Mehr zu Löschaus „Oldenburger Wohngarten“ und dem neuen Kleinflächenkonzept für Gartencenter lesen Sie in unserem ausführlichen Unternehmensporträt im TASPO GartenMarkt 27/2019.