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Gartenfreizeit im Klimawandel - Gartenausstattung anpassen

Das Thema Klimaänderung und die Folgen für die Gartenfreizeitbranche standen im Mittelpunkt des vierten IVG-Medientages am 15. März in Köln. Weltweit ist es wärmer geworden: seit 1870 um durchschnittlich 0,7 Grad Celsius. Die letzten zehn Jahre waren die wärmsten überhaupt. Auf dem IVG Medientag Garten 2005 in Köln haben Experten zu den Folgen für die Gartenfreizeit Stellung genommen. So wusste der bekannte ZDF-Meteorologe Dieter Walch zu berichten, dass im Südwesten Deutschlands die Vegetation um zehn bis elf Tage früher beginnt und im Herbst zwei bis drei Tage länger dauert. In den mittleren Höhenlagen ist in den letzten 40 Jahren sogar eine Vegetationsverlängerung um etwa vier Wochen zu verzeichnen. Die Klimaveränderungen führen grundsätzlich zu wärmeren, trockeneren Sommern und milderen, feuchteren Wintern. Mehr Sonne und mehr Wärme lassen den Garten als Freizeit- und Erholungsoase weiter aufblühen. Gleichzeitig macht es der Klimawandel aber auch erforderlich, die Gartenausstattung und -gestaltung den sich verändernden Bedingungen anzupassen: verstärkter Sonnenschutz, Regenwasser sammeln und Bewässerungssysteme installieren oder Boden und Rasen durch Mulchen vor allzu starkem Austrocknen bewahren. Große Bedeutung erhält der Garten nach Aussagen des Garten- und Landschaftsarchitekten Ulrich Zens in der aktiven Klimavorsorge. Durch die Klimaveränderungen ist mit einer Zunahme von Starkregenfällen und Hitzeperioden zu rechnen. Gartenfreunde sind deshalb gut beraten, Flächen zu entsiegeln, das Regenwasser kontrolliert zurückzuhalten und für eine Versickerung auf dem eigenen Grundstück zu sorgen.