Gartengestaltung: Grau ist das neue Grün

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Die Zukunft: gesamtheitliche Tristesse in der Flächen-„Begrünung“. Foto: Stauden Ring

Pflanzenlose Gestaltungslösungen für den Vorgarten sind inzwischen kaum mehr aus dem Angebot wegzudenken. So auch beim Stauden Ring, der auf der IPM 2018 mit einem völlig neuen Konzept auf diesen Zug aufspringt.

Triste Realität für den Stauden Ring

Eine drastische Kehrtwende, doch der Grund dafür ist simpel: Stein ist Trend und somit in den kommenden Jahren in der Gartenbranche unumgänglich, weiß Stauden-Ring-Geschäftsführerin Nicole Klattenhoff. Selbst im Fachhandel finden pflegeleichte, gekieste Vorgärten auf Kunststoffvlies, die in geordnetem Steingrau statt mit unbändigem Pflanzenwildwuchs glänzen, zunehmend Anhänger.

Triste Realität für den Stauden Ring, der sich vor über 20 Jahren auf die Kultivierung und Vermarktung von Stauden spezialisiert habe. Doch auch hier halte man das Angebot für überholt. „Nicht verwunderlich, denn bei über 2.000 verschiedenen Stauden verliert selbst der beste Staudengärtner irgendwann den Überblick. Mit kreativer Gartengestaltung hat das inzwischen reichlich wenig zu tun“ so Klattenhoff.

Zukunft des Gartens eher in Stein gemeißelt

Entgegen der gängigen Meinung der Branche, den Artenerhalt durch grüne Bepflanzung nachhaltig fördern zu müssen, sieht der Stauden Ring die Zukunft des Gartens eher in Stein gemeißelt – und setzt deshalb lieber auf platte Flächen. Das Interesse innerhalb des Verbunds sei groß, so könne man sich hier nun vielmehr auf ganzjährige Gartenlösungen konzentrieren.

In diesem Bereich sei die Nachfrage ohnehin in den vergangenen Jahren exponentiell angestiegen – insbesondere, da Stein selbst den härtesten Winter überdauert und nicht in mühsamer Handarbeit umsorgt, gedüngt oder zurück geschnitten werden muss. Anstelle der lästigen Grünbepflanzung trete jetzt ein immer gleiches und dauerhaftes Gartenbild, das keine Jahreszeiten annimmt – und zudem für Ordnung in Stadt und Garten sorgt.

Mit dem langweiligsten Messestand der Welt auf der IPM

Dieses harmonische Bild soll nun auch auf der IPM in Essen gebührend präsentiert werden: Mit dem langweiligsten Messestand der Welt (Halle 2, Stand 2D19) und frei nach dem Motto „Schön. Langweilig, oder?!“. Damit setzt der Stauden Ring nach eigenen Angaben nicht nur ein knallhartes Statement zum neuen Grau-Trend, sondern bietet den Fachbesuchern mit reichlich Stein und Beton erstmals eine völlig andere Art der Image-Präsentation – frei von Individualität, lästiger Gartenarbeit und Vogelgezwitscher.

„Für den Stauden Ring ist das der erste Schritt in die richtige Richtung. Und für die Branche ein erfolgreicher Wegbereiter für die Zukunft“, verspricht Klattenhoff.

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