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Gartenmarkt: Grüne Branche bleibt optimistisch

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Zur Sondierung des bisherigen Saisonverlaufs und der aktuellen Stimmung in der Grünen Branche trafen sich gestern die Geschäftsführer der Branchenverbände BHB, IVG, VDG und ZVG in Düsseldorf. Der Tenor des Treffens: Trotz der angespannten Wettersituation ist die Stimmung in der Grünen Branche nach wie vor gut.

Tauschten sich in Düsseldorf über die aktuelle Situation in der Grünen Branche aus (v. l.): BHB-Geschäftsführer Dr. Peter Wüst, VDG-Geschäftsführer Peter Botz, IVG-Geschäftsführerin Anna Hackstein und ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Foto: IVG

Garten immer noch Trendthema

Anlass für Optimismus geben die positive Konsumstimmung der Bundesbürger und die Tatsache, dass der Garten nach wie vor Trendthema ist. Wie Umfragen innerhalb der Verbände belegen, hat die private Grünoase für ihre Besitzer eine unverändert hohe Bedeutung – ob als Entspannungs- und Rückzugsort, Spielplatz oder Raum für Geselligkeit. Positiv auf den Gartenmarkt wirken sich zudem die Trends Garden Living und Smart Gardening aus.

Nicht ganz unkompliziert, so die einhellige Meinung der Branchenverbände, gestaltete sich hingegen der bisherige Saisonverlauf, der vor allem durch extreme Witterungsbedingungen gekennzeichnet war. So machte sich etwa im Handel der durch den kalten Jahresbeginn schlechte Saisonstart bemerkbar. Allerdings ließen sich die Rückstände aus dem Frühjahr wieder aufholen.

Handel mit Umsatzplus im ersten Halbjahr

Verantwortlich dafür war das gute Wetter im April, das Heimwerker und Gartenfreunde in die Baumärkte, Gartencenter und den gärtnerischen Fachhandel trieb, um nach dem verregneten März ihre Projekte in Haus und Garten in Angriff zu nehmen. Insgesamt verzeichneten diese Vertriebswege im ersten Halbjahr ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr.

In der Gartenindustrie macht die anhaltende Trockenheit insbesondere den Geräte-, Pflanzenschutz- und Düngemittelherstellern zu schaffen. Von den heißen Temperaturen profitierten dagegen die Segmente Grillen, Gartenmöbel und Bewässerung. In diese Warengruppen investierten die Verbraucher auch noch im späteren Saisonverlauf, während Geräte, Pflanzenschutzmittel und Düngemittel aufgrund des verminderten Pflanzenwachstums weniger gefragt waren.

Extreme Wetterereignisse nehmen zu

Besonders unter der langanhaltende Hitzeperiode zu leiden hatte bislang der Gartenbau: Die Wasserreserven werden langsam knapp, der technische Aufwand erhöht sich und einige Kulturen weisen bereits Schäden auf. Die Auswirkungen auf den weiteren Saisonverlauf sind dabei noch nicht eindeutig abzuschätzen.

Da extreme Wetterereignisse in Deutschland, von denen insbesondere die Grüne Branche stark betroffen ist, drastisch zunehmen, fordern die Vertreter der Branchenverbände – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), Industrieverband Garten (IVG), Verband Deutscher Garten-Center (VDG) und Zentralverband Gartenbau (ZVG) – die Politik auf, für Wettbewerbsgleichheit bei der Risikoabsicherung innerhalb Europas zu sorgen.