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Gartenschauen: BUGA 2025 und IGA 2027 vergeben

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Die Ausrichter zweier großer künftiger Gartenschauen stehen fest. Wie die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) bekannt gibt, hat ihr Verwaltungsrat jetzt die Bundesgartenschau (BUGA) 2025 an Schwerin vergeben und die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 an die Metropole Ruhr.

Schwerin soll Erfolgsgeschichte der BUGA fortschreiben

In Schwerin findet bereits zum zweiten Mal eine Bundesgartenschau statt. Nach der gelungenen Premiere in 2009 soll die Erfolgsgeschichte der BUGA in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt 16 Jahre später fortgesetzt werden, wie es seitens der DBG heißt.

„Einerseits werden die mit der BUGA Schwerin 2009 geschaffenen Strukturen konzeptionell wiederverwendet, andererseits werden gartenhistorische Belange als gedankliche und bauliche Fortführung vom Schloss bis nach Mueß getragen“, so DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner.

BUGA in Schwerin an mehreren Schauplätzen

Und weiter: „Diese neue BUGA findet nicht mehr nur an einem Schauplatz statt. Es ist eine großartige Idee, mit einem Besucherpfad die verschiedenen Ausstellungen zu verbinden. Zu Fuß, auf dem Fahrrad oder in Elektromobilen könnten die Besucher von einer Station zur nächsten gelangen. Das ist schon ein sehr in die Zukunft gedachtes Konzept.“

Gärtnern und Landschaftsarchitekten biete die BUGA Schwerin 2025 Herausforderungen, die grüne Infrastruktur der Stadt zu erneuern und gleichzeitig für Generationen zu erweitern, ist sich Jürgen Mertz, Vorsitzender des DBG-Verwaltungsrates und Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG), sicher: „Hier wird der grüne Berufsstand beweisen, welche Rolle in Zukunft innovativ gestaltetes Grün für die Bürger Schwerins und die Touristen in der Landeshauptstadt spielen wird.“

IGA Metropole Ruhr 2027 soll ganze Region verbinden

Eine ganze Region verbindet die IGA Metropole Ruhr 2027. Bereits die ersten Gespräche zu einer möglichen IGA 2027 auf dem Kongress zum Emscher Landschaftspark 2010 hatten angedeutet, dass es hier nicht bei einem Standort bleiben würde. Vielmehr sollte es eine regionale, dezentrale IGA an einigen Hauptstandorten geben und damit eine regionale Kulturlandschaft entstehen.

Zentrale Frage des im März 2013 bei der Bürogemeinschaft SINAI (Berlin), scheuvens + wachten (Dortmund) und Imorde (Münster/Berlin) entwickelten Konzepts der Machbarkeitsstudie war „Wie wollen wir morgen leben?“ Entsprechend sollen sich fünf Landschaftsräume zukünftig mit dem Wandel von der Industrieregion zur Stadtlandschaft 3.0 beschäftigen: post-industriell, ländlich, urban, technologisch und agro-urban.

Gartenbau wichtiger und kompetenter Partner der IGA 2027

„Der Gartenbau in seiner ganzen Vielfalt vom Produktionsgartenbau, dem Garten- und Landschaftsbau sowie den Baumschulen wird ein wichtiger und kompetenter Partner sein, um die vielen Teilprojekte der geplanten IGA umzusetzen“, so Helmut Selders, Mitglied im DBG-Verwaltungsrat und Präsident des Bunds deutscher Baumschulen (BdB).

Die endgültige Entscheidung, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann, wird allerdings frühestens Ende 2017 fallen. Bis dahin soll der nach der Vergabe notwendige Prozess abgeschlossen sein – beginnend mit der Konkretisierung des in der Machbarkeitsstudie zur IGA 2027 vorgeschlagenen Konzepts und der Ausarbeitung eines Projekt- und Finanzplans.

Zuschussbedarf für IGA 2027 wird auf 42 Millionen Euro geschätzt

Träger der IGA 2027 sollen die 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr sein, Verbände wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, die regionale Wirtschaft und bürgerschaftliches Engagement gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen. Den Zuschussbedarf für die Durchführung der IGA Metropole Ruhr 2027 schätzt die Studie auf etwa 42 Millionen Euro.