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Gefährdungsbeurteilung noch 2018 umsetzen

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Die Reform des neuen Mutterschutzgesetzes berücksichtigt einen deutlich größeren Kreis an schwangeren Frauen, beispielsweise diejenigen, die sich im Studium oder in der Ausbildung befinden oder noch zur Schule gehen. Arbeitgeber sollen außerdem ihre Beschäftigten besser über die Risiken am Arbeitsplatz aufklären.

Gefährdung für werdende und stillende Mütter berücksichtigen

Nach alter Gesetzeslage war nicht immer klar, wann die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen ist. Nun muss aber jede Gefährdungsbeurteilung immer auch die Gefährdung für werdende und stillende Mütter berücksichtigen – selbst dann, wenn gar keine Schwangerschaften vorliegen und tatsächlich auch dann, wenn gar keine Frauen in dem Bereich arbeiten.

Der Sinn der Regelung ist, dass sofort nach Bekanntwerden der Schwangerschaft einer Frau die Schutzmaßnahmen auch greifen können. Bisher dauerte es dem Gesetzgeber zu lange, bis Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung nach Bekanntwerden einer Schwangerschaft durchgeführt haben. Dies soll mit der neuen Regelung vermieden werden.

Arbeitshilfe zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung

Arbeitgeber sind nach § 27 Mutterschutzgesetz weiterhin dazu verpflichtet, die zuständige Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium) über die ihnen gemeldete Schwangerschaft zu informieren. Zudem muss der Arbeitsplatz der werdenden oder stillenden Mutter auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung so eingerichtet werden, dass keine Gefährdungen der Gesundheit bestehen.

Eine Arbeitshilfe zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung finden die Mitglieder des Gartenbauverbands Baden-Württemberg-Hessen (GVBWH) im Intranet ihres Verbands.

Über den Autor

Thomas Vohrer ist Geschäftsführer der Geschäftsstelle Stuttgart des Gartenbauverbands Baden-Württemberg-Hessen (GVBWH).