Alle News

Gegen den Klimawandel: Hamburg erste deutsche Großstadt mit „Gründachstrategie“

Als erste deutsche Großstadt entwickelt Hamburg Pläne, die Stadt mithilfe einer „Gründachstrategie“ an den Klimawandel anzupassen. Wie das Bundesumweltministerium mitteilt, wird die Hamburger Gründachstrategie als Pilotprojekt im Rahmen des Programms „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ gefördert. 

Intensiv begrünte Dächer in der Stadt wirken unter anderem positiv auf das Stadtklima. Foto: BGL

Hamburg wolle sich trotz der wachsenden Verdichtung seiner Innenstadt als grüne Stadt weiter entwickeln, so das Bundesumweltministerium. Gleichzeitig sehe sich die Stadt mit den Auswirkungen des Klimawandels wie zunehmenden Starkregenereignissen und dadurch erhöhten Überflutungsgefahren oder Überhitzung konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund soll mit der Hamburger Gründachstrategie ein Instrumentarium geschaffen werden, mit dem die Stadt verstärkt geeignete Gebiete und Objekte für die Schaffung von Gründächern identifiziert. Ziel sei es, deren Zahl deutlich zu erhöhen. Das mit dem Fördervorhaben entwickelte und erprobte Instrumentarium soll später aber auch für andere Städte nutzbar sein.

Begrünte Dächer bieten dem Bundesumweltministerium zufolge Rückhaltung und Verdunstung für 50 bis 90 Prozent der Niederschläge, sie verringern die Überlastung der Entwässerungssysteme und mindern die Gefahr der Überflutung. Zudem wirken sie positiv auf das Stadtklima, erschließen bisher ungenutzte sowie neue Freiräume und erhöhen die Biodiversität in der Stadt. (ts/bmub)

Cookie-Popup anzeigen