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Gegen Weiße Fliege: Swirskii - der Neue kommt gut an

Seit dem vergangenen Jahr wird die Wirksamkeit des Nützlings Amblyseius swirskii gegen Weiße Fliege getestet. Einmal in Versuchen mit kleinen Parzellen unter Zelten im Gewächshaus, aber auch in Praxisbetrieben. Oliver Berndt vom Institut für Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz der Universität Hannover berichtete über erste Erfahrungen. So befanden sich bei der A. swirskii-Variante nach einer Woche Raubmilben auf allen Pflanzen und ihr Einsatz war am längsten wirksam. Nach ersten Eindrücken aus Praxisbetrieben erreichte eine Kombination von Nützlingen die höchste Effektivität. Die Aktivität einzelner Nützlinge schien 2006 geringer. Amblyseius swirskii als Weiße Fliegen-Antagonist sei einsetzbar. Doch seine Effektivität im Praxisbetrieb sei noch nicht richtig abzuschätzen. Er scheint jedoch eine sinnvolle Ergänzung zu sein. Der Einsatz von Schlupfwespen (Encarsia sp., Eretmocerus sp.) und/oder räuberischen Wanzen (Macrolophus sp.) in Kombination mit A. swirskii sei vielversprechend. Die Kosten liegen in etwa pro Jahr so hoch wie bei Encarsia formosa, zwischern 0,70 und 1,40 Euro bei einer Tüte pro Quadratmeter und zwei bis vier Ausbringungen pro Jahr. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, vor allem was die Effektivität in der Praxis betrifft, sagte Berndt. Weiter zu testen sei auch der Einfluss hoher Befallsdichten mit Weißer Fliege, die Wirksamkeit gegenüber Thripsen und Spinnmilben und die Verträglichkeit gegenüber Pflanzenschutzmitteln.