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Gelungene Inklusion im GaLaBau

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Seit knapp eineinhalb Jahren beschäftigt der Garten- und Landschaftsbaubetrieb „Die Gartenzwerge“ von Mario Nast in Unterbrunn den 22-jährigen Moritz, der an einer genetisch bedingten Netzhauterkrankung leidet. Mit einer Sehfähigkeit von weniger als 20 Prozent auf beiden Augen arbeitet Moritz als Landschaftsgärtner im Betrieb und ist bestens integriert.

Mario Nast, Inhaber "Die Gartenzwerge Garten- und Landschaftsbau", Mitarbeiter Moritz, Arbeitsvermittlerin Friederike Luther und Michael Schankweiler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weilheim (v.l.). Foto: Sandra Perzul / Agentur für Arbeit Weilheim

Kennenlerngespräch und zwei Probetage führten zum Traumjob

Moritz hatte nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Fachpraktiker im Gartenbau im Berufsbildungswerk Nikolauspflege Stuttgart den Wunsch, eine Arbeitsstelle als Landschaftsgärtner zu finden. Mit Unterstützung durch die Agentur für Arbeit Weilheim ist es ihm gelungen, bei Mario Nast und seinem Team „Die Gartenzwerge“ in Unterbrunn angestellt zu werden. Das war vor gut eineinhalb Jahren, denn nach einem Kennenlerngespräch und zwei Probetagen hatte der junge Mann den Job in der Tasche. „Uns war die große Verantwortung und Herausforderung durchaus bewusst, aber Moritz hat diese Chance verdient und wir wussten recht schnell, dass er gut zu uns passen wird“, betont Firmenchef.  

„Wollte als kleines Kind schon Landschaftsgärtner werden“

Seitdem beginnt Moritz‘ Arbeitsalltag täglich um 6.30 Uhr. Zuerst hilft er beim Aufladen, dann geht es mit seinem Bautrupp zur Baustelle. Am liebsten pflastert er, entwässert oder kümmert sich um die Grünflächen. Vor jeder neuen Baustelle werden die Wege abgeschritten und alle Beteiligten in das Aufgabenfeld und die Tätigkeiten von Moritz miteinbezogen, damit dieser sich ungehindert auf der Baustelle bewegen kann. „Schon als kleines Kind wollte ich Landschaftsgärtner werden. Jetzt hat es geklappt und ich bin glücklich. Man darf sich nicht hängen lassen und seine Behinderung das Leben bestimmen lassen“, sagt der 22-Jährige stolz.

Aus- und Weiterbildung eine Herzensangelegenheit

Im Betrieb von Mario Nast ist die Qualität der Aus- und Weiterbildung eine Herzensangelegenheit. „Hier müssen wir neue Maßstäbe setzen, um mit der sich wandelnden Zeit Schritt zu halten“, so Nast. Ein lebenslanges Lernen mit stetiger Qualitätsverbesserung sieht er für seine Mitarbeiter als enorm wichtig an. 2018 wurde das Unternehmen dafür mit dem Wirtschaftspreis des Landkreises Starnberg als „TOP Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet. Auch die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen liegt Nast am Herzen, wie er weiter deutlich macht. „Wir als Arbeitgeber mussten uns anpassen und dazulernen, wie wir mit Moritz Behinderung am besten im Arbeitsalltag umzugehen haben, dafür gibt er uns unheimlich viel Menschlichkeit, Engagement und Teamgeist zurück.“ Auch die große Unterstützung und der enge Kontakt zur Arbeitsagentur habe seiner Meinung nach sehr zu dieser erfolgreichen Inklusion beigetragen. „Hier haben wir ein gutes Beispiel gelungener Inklusion, zu dem man nur gratulieren kann und das höchsten Respekt verdient“, fügt Michael Schankweiler, Leiter der Agentur für Arbeit Weilheim hinzu.

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