Alle News

Gemüse: Hitzesommer 2018 drückt Erntemengen

, erstellt von

Der Hitzesommer und die langanhaltende Trockenheit im vergangenen Jahr ließen die Erntebilanz für (fast) alle Gemüsearten deutlich geringer als 2017 ausfallen. Eine Ausnahme bildete Spargel, von dem 2018 zum Teil sogar mehr Stangen gestochen werden konnten als im Vorjahr.

Bei fast allen Gemüseernten fiel die Ernte im vergangenen Jahr aufgrund der langen Hitze und Trockenheit geringer aus als 2017. Foto: Pixabay

8,6 Prozent mehr Spargel in NRW geerntet

So meldet etwa Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt für NRW eine Spargelernte von 21.200 Tonnen Spargel im vergangenen Jahr – 8,6 Prozent mehr als 2017. Mit 4.022 Hektar Anbaufläche und einem Anteil von 15,1 Prozent an der Gesamtanbaufläche blieben die edlen Stangen damit im vergangenen Jahr die stärkste Gemüseart in Nordrhein-Westfalen.

Platz zwei im nordrhein-westfälischen Flächenvergleich geht laut Statistischem Landesamt an Möhren und Karotten, die mit 3.584 Hektar einen Anteil von 13,5 Prozent an der Gesamtanbaufläche einnahmen. Insgesamt 175.558 Tonnen konnten hiervon im vergangenen Jahr in NRW geerntet werden.

Kohl und Karotten büßen mengenmäßig ein

Damit entfiel zwar über ein Viertel der nordrhein-westfälischen Gesamtgemüseernte 2018 (666.180 Tonnen, minus 17,9 Prozent gegenüber 2017) auf Möhren und Karotten. Gegenüber 2017 reduzierte sich die Ernte allerdings um 17,2 Prozent.

Noch drastischer fielen die mengenmäßigen Einbußen in Nordrhein-Westfalen bei Kohlgemüse aus: Mit einer Gesamternte von 153.657 Tonnen im vergangenen Jahr lag das Ergebnis aufgrund der langanhaltenden Hitze und Trockenheit um 24,6 Prozent unter der Ernte von 2017.

Gemüseernte 2018 deutschlandweit gesunken

Ähnliche Zahlen zur Gemüseernte 2018 veröffentlichte jüngst auch das Statistische Bundesamt. So war etwa bei den Kohlgemüsen mit einer bundesweiten Gesamternte von 730.400 Tonnen im vergangenen Jahr ein Minus von 21 Prozent gegenüber 2017 zu verzeichnen. Mit 25 Prozent noch drastischer fiel der Rückgang bei Hülsenfrüchten aus, von denen im vergangenen Jahr lediglich 65.400 Tonnen geerntet wurden.

Ebenfalls rückläufig fiel die Ernte bei der laut Statistischem Bundesamt erntestärksten Gemüseart in Deutschland – Möhren und Karotten – aus: Obgleich deren Anbaufläche 2018 gegenüber dem Vorjahr um rund drei Prozent auf 13.000 Hektar anstieg, fiel die Erntemenge mit 625.400 Tonnen laut Statistik um 15 Prozent geringer aus als 2017.

Spargel auch bundesweit bedeutendste Gemüseart

Wie in Nordrhein-Westfalen, war Spargel im vergangenen Jahr – gemessen an der Anbaufläche – auch im bundesdeutschen Vergleich die bedeutendste Gemüseart. 23.400 Hektar und damit 19 Prozent der Gesamtfläche entfielen 2018 auf das Edelgemüse. Spitzenreiter im Spargelanbau war im vergangenen Jahr Niedersachsen mit über 55 Prozent der bundesdeutschen Spargelanbaufläche (5.100 Hektar), gefolgt von NRW (4.000 Hektar) und Brandenburg (3.900 Hektar).

Insgesamt wurde im vergangenen Jahr in Deutschland auf einer Fläche von 126.500 Hektar Gemüse im Freiland angebaut, zwei Prozent weniger als 2017. Mit 3,3 Millionen Tonnen sank die Erntemenge von Freilandgemüse im vergangenen Jahr dagegen im Vergleich zu 2017 um ganze 14 Prozent.