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Gemüsesaatgut-Züchter Bejo investiert in Genom-Editierung

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Um seine Gemüsezuchtprogramme mithilfe von Genom-Editierung zu beschleunigen, hat der niederländische Gemüsesaatgut-Züchter Bejo eine Forschungs- und Lizenzvereinbarung mit Corteva Agriscience und dem Broad Institute of MIT and Harvard geschlossen. Die CRISPR-Cas9-Technologie soll gemäß geltendem europäischem Recht jedoch vorerst nur für Forschungszwecke genutzt werden.

Genom-Editierung lässt sich laut Corteva Agriscience und Bejo in einer Vielzahl von Gemüsesamen einsetzen, darunter verschiedene Kohlgemüse. Symbolfoto: Wolfgang Eckert/Pixabay

Bejo: „Steigende Nachfrage nach gesundem Gemüse in der Welt erfüllen“

„Genom-Editierungs-Technologien wie CRISPR-Cas9 bieten Möglichkeiten zur Beschleunigung der Gemüsezuchtprogramme von Bejo. Sie erweitern unser Verständnis der Genetik und bieten Werkzeuge zur Entwicklung neuer Eigenschaften wie Resistenz gegen abiotischen Stress und Krankheiten. Dies hilft Landwirten, ihre Pflanzen nachhaltiger anzubauen und die steigende Nachfrage nach gesundem Gemüse in der Welt zu erfüllen“, erklärt Bert Schrijver, Director Research & Development von Bejo, die Hintergründe der nicht-exklusiven Forschungs- und kommerziellen Lizenzvereinbarung mit dem globalen, in Wilmington/Delaware ansässigen Agrarunternehmen Corteva Agriscience (vormals der Agrarbereich von DowDuPont) und dem Broad Institute of MIT and Harvard, einem biomedizinischen und genomischen Forschungszentrum in Cambridge/Massachusetts.

Zugang zu breiter Palette an Genom-Editierungswerkzeugen

Durch die von Bejo und Corteva Agriscience und Bejo unterzeichnete Vereinbarung erhält der Gemüsesaatgut-Züchter mit Hauptsitz im niederländischen Warmenhuizen und Niederlassungen in über 30 Ländern laut Firmenmitteilung Zugang zum geistigen Eigentum von CRISPR-Cas9 für die Genom-Editierung zur landwirtschaftlichen Nutzung. Nutzen will Bejo die zur Verfügung stehende Palette an Genom-Editierungswerkzeugen den Angaben zufolge zunächst nur für Forschungsarbeiten und -programme, wobei auch schon von potenziellen künftigen kommerziellen Anwendungen die Rede ist. Ziel des Gemüsesaatgut-Züchters ist es, seine Fähigkeit zur Entwicklung effizienterer Gemüsesorten zu stärken und einen Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen im Bereich Ernährung und Nachhaltigkeit zu leisten, wie es seitens der Kooperationspartner heißt.

Technologie in Vielzahl von Gemüsesamen einsetzbar

„CRISPR-Cas9 birgt ein immenses Potenzial, Nutzpflanzen nährstoffreicher, widerstandsfähiger und produktiver zu machen. Wir sind stolz darauf, Bejo bei der Erforschung neuer Anwendungen dieses leistungsstarken Werkzeugs in Gemüsekulturen zu unterstützen“, sagt Sam Eathington, Chief Technology Officer von Corteva Agriscience. Die Technologie lasse sich demnach in einer Vielzahl von Gemüsesamen einsetzen wie zum Beispiel Kohlgemüse, Zwiebeln oder Karotten. „Die Investition von Bejo in die Genom-Editierung spiegelt das wachsende Vertrauen wider, dass sich das politische Umfeld in der Europäischen Union weiter öffnen wird, damit Landwirte und Verbraucher in der EU von dieser Innovation in der Pflanzenzüchtung profitieren können“, so Eathington abschließend.

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