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Gemüseversuche mit Mulchfolien - Schwarz oder farbig?

In vielen gärtnerischen Freilandkulturen haben sich schwarze Mulchfolien gegen Unkraut bewährt. Nun werden farbige abbaubare Mulchfolien auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Hierzu kamen bei der GKL-Tagung aktuelle Versuchsergebnisse aus Schifferstadt und Weihenstephan zur Sprache.

An beiden Standorten brachten die Mulchfolien höhere Erträge und bessere Pflanzenqualität als in Parzellen ohne Bedeckung. Ob aber schwarz, grün oder braun - die Farbe selbst wirkte sich kaum auf den Pflanzenwuchs aus. Grüne Mulchfolie führte zu höheren Bodentemperaturen als schwarze Folie.

Nach Angabe von Katrin Kell gab es in Weihenstephan 2005 und 2006 an Kopfsalat in Mulchfolien-Parzellen schwerere Köpfe und weniger Putzabfall als von unbedeckten Parzellen. In den Parzellen mit brauner und grüner Folie war das Kopfgewicht tendenziell etwas höher als bei denen mit schwarzer Folie. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich 2005 beim Versuch mit Knollenfenchel. Bei Kohlrabi ließen sich leicht höhere Erträge bei Verwendung grüner Mulchfolie erzielen.

Dr. Karin Postweiler stellte die Ergebnisse 2006 vom Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof zu Blumenkohl, Kohlrabi, Salat und Fenchel vor. Sie erwähnte auch Frostschäden an den Jungpflanzen durch die kalte Frühjahrswitterung: "Die Pflanzen auf der grünen Folie waren weniger geschädigt und entwickelten sich besser!" Bei den Sommersätzen von Kohlrabi kam es zu hitzebedingten Blattverbrennungen. Diese waren auf grüner und brauner Folie geringer als auf schwarzer Folie.