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Genossenschaften erzielten Umsatzplus

In der Obst- Gemüse und Gartenbauwirtschaft konnten die genossenschaftlichen Unternehmen 2008 ihren Gesamtumsatz um 4,2 Prozent steigern, berichtet der Deutscher Raiffeisenverband (DRV) anlässlich seiner Bilanz-Pressekonferenz Mitte März.

Die 94 Unternehmen der genossenschaftlichen Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft bauten demnach ihren Gesamtumsatz 2008 auf 2,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,4 Milliarden Euro) aus. Die Erzeugerorganisationen mit Obstvermarktung erzielten beim Hauptumsatzträger Kernobst in der Apfelsaison 2007/2008 den Angaben zufolge ein Rekordergebnis. Die überdurchschnittlich hohe Ernte in der EU wurde zu Spitzenpreisen vermarktet. Ausschlaggebend waren die stabile Nachfrage, gute Exportchancen in Osteuropa und hohe Preise für Verarbeitungsäpfel. In Deutschland fiel die Ernte mit 955.000 Tonnen um etwa elf Prozent niedriger aus als 2007. Viele Erzeugerorganisationen mit Gemüsevermarktung blicken dagegen auf ein wirtschaftlich enttäuschendes Jahr 2008 zurück: Die Freilandsaison begann für viele Kulturen verspätet, Wetterkapriolen führten kurzzeitig zu Versorgungsengpässen und hohen Einstiegspreisen. Dem folgte ein Preisabsturz. Bei den Gewächshaus-Erzeugnissen sorgte Importware für zusätzliche Konkurrenz. Die Freilandflächen wurden gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf gut 115.000 Hektar ausgedehnt. Die Ernte fiel mit 3,23 Millionen Tonnen knapp zwei Prozent höher aus als 2007. Sie erreichte damit laut DRV ein Rekordniveau.

Den Blumen- und Pflanzenvermarktern auf Einzelhandelsebene brachte 2008 nur geringes Wachstum, heißt es weiter. Der Gesamtmarkt wuchs auf 8,94 Milliarden Euro (Vorjahr 8,90 Milliarden Euro). Im Vorjahr erhöhte sich das Marktvolumen noch um drei Prozent. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen und Pflanzen stiegen geringfügig auf 109 Euro je Einwohner.

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