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Gesellschafter mussten Darlehen gewähren: DBG sieht keine finanziellen Folgeprobleme

Etwa 20 Millionen Euro beträgt das Defizit der Internationalen Gartenbauausstellung (Iga) in Rostock. Gegen die Verantwortlichen der Iga 2003 GmbH ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzverschleppung, da es Anhaltspunkte dafür gebe, dass schon während der Ausstellung eine Insolvenz bestanden habe. Entsprechende Medienberichte bestätigte die Staatsanwaltschaft Rostock gegenüber der TASPO.

Diese finanziellen Schwierigkeiten haben auch Auswirkungen auf die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG). Wie Walter Hinrichs, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), auf der Sommertagung des BdB in Wiesbaden zu diesem Punkt ausführte, leide die DBG nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Finanzschwäche der Iga Rostock an Liquiditätsschwierigkeiten. Deshalb mussten die Gesellschafter der DBG (Zentralverband Gartenbau mit 52 Prozent, Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau mit 38 Prozent, BdB mit zehn Prozent) Anfang des Jahres ein Gesellschafterdarlehen in Höhe des Stammkapitals von 500 000 Euro einräumen.

Demgegenüber betonte Friedrich Meiberth, Geschäftsführer der DBG, gegenüber der TASPO, dass bei der DBG keine finanziellen Engpässe bestehen. Zurzeit hat die DBG laut Meiberth Außenstände bei der Iga 2003 GmbH von 320 000 Euro, mit deren Zahlung er in den nächsten drei Monaten rechnet. Außerdem stehe noch eine Schlussrechnung aus, die noch geprüft werde, über deren Höhe er jedoch keine Aussagen machen wollte. Auch bei einer möglichen Insolvenz der Iga GmbH sieht Meiberth keine negativen Konsequenzen auf die DBG zukommen, da dann die Stadt Rostock für die ausstehenden Zahlungen in die Pflicht genommen würde. Der BGL steht nach Aussage von Hauptgeschäftsführer Dr. Hermann J. Kurth „eins zu eins hinter der DBG“. Sein Verband werde die DBG auch weiterhin stützen und zu stärken versuchen.