Alle News

Gesonderter Steuersatz: Neues bei Hagelversicherung & Co.

Ab 1. Januar 2013 sind Versicherungen gegen Schäden, die durch Hagel, Sturm, Starkfrost, Starkregen oder Überschwemmung bei Freilandkulturen und an Kulturen in Gewächshäusern sowie am Bedachungsmaterial von Gewächshäusern entstehen, mit einem weiterhin gesonderten Steuersatz von jetzt 0,3 Promille auf die Versicherungssumme zu besteuern. Damit erweitert sich die Anwendbarkeit des gesonderten Steuersatzes von bisher Hagel um vier weitere wichtige Elementargefahren.

Gleichzeitig bringt das geänderte Versicherungsteuergesetz laut Gartenbau-Versicherung (GV) aber auch einen Wermutstropfen: Dieser Steuersatz steigt von 0,2 auf 0,3 Promille der Versicherungssumme und somit um 50 Prozent.

Der Umfang des Versicherungsschutzes bleibe bei allen Policen unverändert erhalten. Bei der Versicherung von Freilandkulturen hat die Gartenbau-Versicherung eine Produktumgestaltung vorgenommen. Trotz der Erhöhung des Steuersatzes könne hier die Steuerlast gegenüber 2012 geringfügig gesenkt werden.

Allerdings erfordere diese Umgestaltung auch eine Vertragsänderung, die folgende drei Versicherungspolicen betrifft:

  • Hortisecur F (Mehrgefahrenversicherung für Freilandkulturen im Gartenbau);
  • Versicherung von Freilandkulturen innerhalb der Gartenbau-Betriebsversicherung (GBV);
  • Versicherung von Freilandkulturen innerhalb von Hortisecur G.

Bei den Versicherungen von Gewächshausbetrieben (GBV und Hortisecur G) ist laut Gartenbau-Versicherung keine Optimierung der steuerlichen Mehrbelastung durch Produktumgestaltung möglich. Je nach gewähltem Versicherungsprodukt wirke sich hier die Steuererhöhung von 50 Prozent unterschiedlich stark aus. (hlw)