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Gestiegene Energiekosten führten zur Insolvenz

Zwischen dem 27. Februar 2006 und dem 20. März 2006 meldeten vier brandenburgische Gewächshausbetriebe, die insgesamt zwölf Hektar unter Glas bewirtschaften, Insolvenz an: Die Werderfrucht Gewächshauswirtschaften GmbH, die Gewächshauswirtschaft Letschin GmbH, die Gartenbau Wollup GmbH und die Werder Frucht Gartenbau GmbH.

Das Produktionsprofil der Betriebe umfasste unter anderem Tomaten, Gurken, Paprika, Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Alle waren Mitglied der Erzeugerorganisation (EO) Obst- und Gemüsezentrale GmbH & Co.KG Werder. Die Vermarktung der Ware erfolgte über die Werder Frucht Vermarktungsgesellschaft mbH. Als wesentliche Ursache für die Insolvenz werden von den Betroffenen die in jüngster Zeit drastisch gestiegenen Energiekosten angeführt.

Wie sieht es derzeit in den insolventen Betrieben aus? Nach Angabe desInsolvenzverwalters für die Wer-der Frucht Gewächshauswirtschaften wurde der Betrieb befristet bis zum 31.Dezember 2006 verpachtet, die Produktion gehe weiter. Es gebe mehrere Interessenten und der Betrieb komme mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit dieses Jahr zum Verkauf.

Auch die Werder Frucht Gartenbau GmbH wurde nach der Insolvenz verpachtet und wird weiter bewirtschaftet. In der Gartenbau Wollup GmbH steht die Produktion (Gurke, Tomate) nach Angabe des Insolvenzverwalters bereits seit Ende des vergangenen Jahres still. Derzeit gebe es mit mehreren Kaufinteressenten Verhandlungen und man wolle so schnell als möglich über die Zukunft der Anlage entscheiden. Vor allem mit dem Ziel, die Produktion wieder zu beleben und die Arbeitsplätze zu erhalten.

Optimistisch für die Zukunft des Objektes zeigte sich gegenüber TASPO auch der Insolvenzverwalter der Gewächshauswirtschaft Letschin GmbH. Auch dieser Betrieb stehe zurzeit still, es gebe aber mehrere Interessenten, die ihn übernehmen wollten.