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Gesundheitsreform: Gärtnerkinder ab 2009 nicht mehr mitversichert?

Bleibt es bei der geplanten Neuregelung zur Gesundheitsreform, dann sind die landwirtschaftlichen Krankenkassen und damit auch die Krankenkasse für den Gartenbau ab 2009 nicht mehr an den Bundesmitteln zur Finanzierung der beitragsfreien Familienversicherung beteiligt. Das würde eine Mehrbelastung für Gärtner und Landwirte bedeuten, denn ihre Kinder wären nicht mehr beitragsfrei mitversichert. Kritik kommt sowohl vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) als auch vom Bundesverband der landwirtschaftlichen Krankenkassen (BlK). Derzeit erhalten die landwirtschaftlichen Krankenkassen als Teil der gesetzlichen Krankenversicherung anteilig Bundesmittel für versicherungsfremde Leistungen. Ab 2009 – mit Einführung der Gesundheitsreform – sollen diese Mittel jedoch in den Gesundheitsfonds fließen. Betroffen von dieser Neuerung sind außer den Landwirten insbesondere Gartenbau-Unternehmer, die Urproduktion betreiben. Sie und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen sind in der Krankenkasse für den Gartenbau pflichtversichert. Aber obwohl diese Krankenkasse zu den gesetzlichen zählt, ist sie nicht am Gesundheitsfonds beteiligt. Wie der ZVG in seinem Informationsdienst formulierte, sei nicht einzusehen, warum die landwirtschaftlichen Krankenkassen nicht mehr in den Genuss dieser Mittel kommen sollten. Jürgen Mertz, Vizepräsident des ZVG, forderte deshalb auch eine entsprechende Korrektur im vorliegenden Gesetzentwurf.