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Gewächshäuser: Grafe Gruppe entwickelt Additive für Folie

Die Grafe Gruppe, ein kunststoffverarbeitendes Unternehmen aus Blankenhain, engagiert sich neuerdings im Gartenbau: Durch seine Zusätze in Folien will das Unternehmen mehr Licht an Gewächshauspflanzen bringen, wenn die Natur, sprich, die Sonne, sich diesbezüglich zurück hält. Derzeit werden die Ergebnisse der Forschungen von mehreren Folienherstellern umgesetzt und unter anderem in Holland und Italien getestet. Deutsche Erzeuger von Gemüse, Obst oder Zierpflanzen werden für Tests noch gesucht. Die neue Folie enthält nach Unternehmensangaben einen Aufheller namens "Spectrafoil Optical Brightener": In die Folie sind Granulate eingearbeitet, so genannte Additive (Additiv = Hilfs- oder Zusatzstoff, der Produkten beigemischt wird, um bestimme Eigenschaften zu verbessern). Durch diese wird ultraviolettes Licht in sichtbares umgewandelt und die Photosynthese genutzt. Die Lichtverluste, die durch herkömmliche Folien entstehen, werden so kompensiert. Für Gewächshauskulturen, wie Erdbeeren, Schnittblumen, Gewürzkräuter, Gurken oder Tomaten bedeutet dies früheren Erntezeitpunkt sowie Ertrags- und Qualitätssteigerungen. Weitere Vorteile sind laut Projektmanager Dr. J. Carlos Caro die längere Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Gewächshausfolien. Zudem vermindert der Einsatz eines weiteren Additivs ("Spectrafoil Antifungi") die Vermehrung und Ausbreitung von Pilzerkrankungen im Gewächshaus. Gärtner in südlichen Regionen dürfte vor allem der mögliche Einsatz eines dritten Additivs ("Spectrafoil NIR Cooling") interessieren. Es schützt die Pflanzen vor allzu intensiver Sonneneinstrahlung. Denkbar sei der Einsatz der Granulate, heißt es in Blankenhain, auch bei der Herstellung von Doppelstegplatten für Gewächshäuser. Interessenten aus den betreffenden Branchen, die sich für die Teilnahme an den Forschungstests interessieren, wenden sich bitte an die Grafe Gruppe: www.grafe.com